thyssenkrupp Marine Systems erhält aus Norwegen und Deutschland größten Auftrag seiner Geschichte

Der Vertrag wurde auf deutscher Seite von Rolf Wirtz, Vorstandsvorsitzender von thyssenkrupp Marine Systems (2.v.l.), und auf norwegischer Seite von Mette Sørfonden, Direktorin des Beschaffungsamtes Forskvarsmateriell, unterzeichnet. Die Zeremonie fand virtuell statt.©thyssenkrupp

Kiel, 7. Juli 2021. Am 7. Juli erhielt die Werft thyssenkrupp Marine Systems von der norwegischen Beschaffungsorganiation FMA und dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) den Auftrag zum Bau von sechs baugleichen U-Booten des Typs 212CD über einem Wert von ca. 5,5 Milliarden Euro. Das ist der größte Auftrag in der Geschichte des Unternehmens. Zwei U-Booten sollen an die deutsche Marine und vier an die norwegische Marine geliefert werden. Aufgrund der Pandemie-Situation fand die Zeremonie im kleinen Rahmen und virtuell statt.

„Der Auftrag 212CD ist ein wichtiger Meilenstein. Die norwegische und deutsche Marine bekommen die modernsten U-Boote der Welt, internationales und industrielles Teamwork wird die Zusammenarbeit im maritimen Bereich nachhaltig prägen und wir haben Kapazitäten für unser Unternehmen geschaffen. Heute ist ein guter Tag für unsere Mitarbeiter und für thyssenkrupp“, erklärte Rolf Wirtz, Vorstandsvorsitzender von thyssenkrupp Marine Systems.

Am Vortag hat thyssenkrupp Marine Systems mit dem norwegischen Technologiekonzern Kongsberg Defence & Aerospace, der als wichtigster Industriepartner des Projektes gilt, einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. „Mit Kongsberg haben wir einen starken Partner, mit dem wir auch in Zukunft viele Projekte gemeinsam realisieren werden. Der Vertrag mit Kongsberg umfasst mit Abstand den größte Teil des 212CD-Projekts – ein Zeichen dafür, wie eng die Verbindung zwischen Norwegen und Deutschland wirklich ist“, erklärte Finanzvorstand Paul Glaser. Die industrielle Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Norwegen sei ein Eckpfeiler des 212CD-Projekts, teilt thyssenkrupp Marine Systems mit.

Norwegen und Deutschland hatten bereits 2017 das Projekt zum gemeinsamen Bau von sechs neuen HDW-U-Booten des Typs 212CD gestartet.

Der Bau des ersten Bootes soll 2023 beginnen. Die Auslieferung an die norwegische Marine ist für 2029 geplant, die Auslieferung der beiden Boote für die deutsche Marine soll 2032 und 2034 erfolgen. In Vorbereitung des Vertrages habe thyssenkrupp bereits 2019 250 Millionen Euro investiert. Ziel sei es, thyssenkrupp Marine Systems am Standort Kiel zu einem internationalen Kompetenzzentrum für den Bau konventioneller U-Boote weiterzuentwickeln, teilt das Unternehmen mit. Der Bau einer neuen Schiffbauhalle habe bereits begonnen. Mit dem jetzt erteilten Auftrag im norwegisch-deutschen strategischen Kooperationsprojekt U212CD werde thyssenkrupp Marine Systems seine bereits seit 2017 bestehende Partnerschaft mit Kongsberg Defence & Aerospace (KDA) festigen und seine wertschöpfenden Industriepartnerschaften in Norwegen und Deutschland ausbauen.

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