Nel ASA beteiligt sich an Wasserstoff-Projekt für grünen Stahl in Schweden

In Hofers, Schweden, will das schwedische Unternehmen Ovako eine Wasserstoff-Produktion aus erneuerbaren Energien aufbauen, um den sauberen Strom zur Stahlherstellung zu nutzen. Das norwegische Unternehmen Nel ASA soll die Elektrolyseure liefern.©Ovako

Oslo, 22. Juni 2021. Nel Hydrogen Electrolyser, ein Geschäftsbereich des norwegischen Hydrogen-Spezialisten Nel ASA, will gemeinsam mit den Partnern Ovako, Volvo, Hitachi ABB eine Anlage für fossilfreien Wasserstoff in Hofors, Schweden, bauen. Der Wasserstoff soll im Produktionsprozess zur Stahlherstellung eingesetzt werden, wodurch die CO2-Emissionen der Anlage um 50 Prozent gegenüber dem derzeitigen Niveau reduziert werden kann.

Mit der neuen Wasserstoffanlage in Hofors werde Ovako weltweit das erste Unternehmen sein, das Stahl vor dem Walzen mit Wasserstoff erhitzt, teilt Ovako mit. Dies sei der nächste große Schritt in Richtung einer klimaneutralen Stahlproduktion. Die technische Lösung wird auch eine großtechnische und kostengünstige Produktion von Wasserstoff für Anwendungen wie den fossilfreien Frachtverkehr mit Brennstoffzellen-Lkw ermöglichen. Bei Installationen an mehreren Standorten könnte dies ein Netz mit lokal produziertem, fossilfreiem Wasserstoff für den Verkehrssektor ermöglichen.

Der Elektrolyseur zur Erzeugung von fossilfreiem Wasserstoff wird am Standort von Ovako in Hofors installiert und soll bis Ende 2022 fertiggestellt sein, sofern die Genehmigungen wie geplant vorliegen. Die 17-MW-Anlage wird 3.500 Kubikmeter fossilfreien Wasserstoff pro Stunde erzeugen. Die Umstellung auf Wasserstoff wird es Ovako ermöglichen, seine CO2-Emissionen für die Stahlproduktion in Hofors von bereits niedrigen Niveaus um 50 Prozent zu reduzieren. Die Investition von ca. 180 Mio. SEK wird von der schwedischen Energieagentur über die Initiative Industriklivet unterstützt. Bis 2030 soll in allen Ovako-Anlagen, in denen Stahl gewalzt wird, die lokale Wasserstoffproduktion genutzt werden, sofern eine gute Versorgung mit fossilfreiem Strom vorhanden ist.

„Wir freuen uns sehr über diese gemeinsame Initiative, um gemeinsam fossilfreie Alternativen für die Stahlindustrie zu entwickeln. Grüner Wasserstoff hat die Eigenschaften, die CO2-Emissionen beim Walzen und Fräsen von Stahl deutlich zu reduzieren, und dies wird das weltweit erste Projekt sein. Ziel ist es, dass Nel das Projekt mit unserer branchenführenden Elektrolyseausrüstung beliefert,“ sagt Jon André Løkke, Chief Executive Officer von Nel.

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