Eigentumsbericht 2020: Norwegischer Staat an 74 Unternehmen beteiligt

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Oslo, 8. Juni 2021. Der norwegische Staat ist an 74 Unternehmen mit insgesamt 333.906 Beschäftigten beteiligt. Der Wert der Beteiligungen an staatlichen Unternehmen betrug Ende letzten Jahres 906 Milliarden NOK gegenüber 974 Milliarden NOK im Vorjahr. Der diesjährige Eigentumsbericht der Regierung für 2020, den Handels- und Industrieministerin Iselin Nybø am 8. Juni vorlegt, erfasst erstmals auch die Treibhausgasemissionen der staatlichen Unternehmen. Der Eigentumsbericht beschreibt zudem, wie der Staat seine Eigentumsrechte ausübt, gibt unter anderem einen Überblick über die Wertentwicklung in den Unternehmen und enthält verschiedene zusammenfassende Tabellen wie die Vergütung von Vorstand und CEO sowie Angaben zum Geschlechterverhältnis in Vorstand und Management. Im April 2021 hat der Staat die Unternehmen Ambita, Aker Carbon Capture und Aker Offshore Wind verkauft und ist aktuell Eigentümer von 71 Unternehmen.

Im vergangenen Jahr verursachten die staatseigenen Unternehmen insgesamt 355 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Das ist etwa so viel wie im Vorjahr und entspricht nach vorläufigen Zahlen dem Siebenfachen der norwegischen Gesamtemissionen im vergangenen Jahr, die bei 50 Millionen Tonnen lagen. Von den angegebenen Emissionen von insgesamt 355 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten stammen 94 Prozent von zwei Unternehmen – dem Energiekonzern Equinor mit 74 Prozent und dem Düngemittelhersteller Yara mit 20 Prozent. Die Emissionen von Equinor stehen im Zusammenhang mit der Verbrennung der Öl- und Gasprodukte des Unternehmens durch ausländische Kunden (sogenannte „Scope 3“-Emissionen). Der hohe Erdgasverbrauch von Yara trägt zu Emissionen sowohl in Norwegen als auch im Ausland bei.

“Die Berichterstattung über Treibhausgasemissionen ist ein Indikator dafür, welche Unternehmen am stärksten gefährdet sind, wenn wir Anpassungen vornehmen müssen. Ziel ist es, dass alle Unternehmen irgendwann darüber berichten”, sagt Nybø.

Wert der Beteiligungen des Staates an Unternehmen in Norwegen

©Eigentumsbericht der Regierung 2020

Kennzahlen zum Jahresbericht 2020, in Klammern die Zahlen vom Vorjahr:

  • Zwölf Ministerien verwalten das Eigentum des Staates an 74 Unternehmen (73 Unternehmen).
  • Der Wert der Beteiligungen an den Unternehmen betrug 906 Mrd. NOK (974 Mrd. NOK).
  • 740 Milliarden NOK (817 Milliarden NOK) der Werte befinden sich in Unternehmen der Kategorien 1 und 2 (Unternehmen, bei denen der Staat im Laufe der Zeit eine möglichst hohe Rendite anstrebt).
  • Die Unternehmen beschäftigen insgesamt 333.906 Mitarbeiter (287.727 Mitarbeiter).
  • Die Dividenden an den Staat werden derzeit auf 29 Mrd. NOK (46,7 Mrd. NOK) geschätzt.
  • Die direkte Beteiligung des Staates an börsennotierten Unternehmen brachte im Jahr 2020 eine Rendite von minus 4,2 Prozent (plus 3,7 Prozent), verglichen mit plus 4,6 Prozent (16,5 Prozent) für die Osloer Börse im Allgemeinen.
  • Die Eigenkapitalrendite der nicht börsennotierten Unternehmen der Kategorien 1 und 2 betrug 4,8 Prozent (9,1 Prozent).
  • Für die Unternehmen der Kategorie 3 hat der Staat Ziele zur möglichst effektiven Erreichung der sektorpolitischen Ziele. Für 20 (12) von insgesamt 44 (45) Unternehmen der Kategorie 3 werden die Unternehmensziele, Indikatoren und Ergebnisse zur sektorpolitischen Zielerreichung angegeben.
  • DerEigentumsberich enthält erstmals eine Übersicht über die direkten und indirekten Treibhausgasemissionen der Unternehmen. Dies wird für 22 von 26 Unternehmen angegeben, bei denen der Staat Ziele für die höchstmögliche Rendite im Zeitablauf hat (Kategorien 1 und 2) und für 19 von 44 Unternehmen, bei denen der Staat sektorpolitische Ziele hat (Kategorie 3).
  • Die Gesamtemissionen dieser Unternehmen betrugen 355 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente (356 Millionen Tonnen). Auf Equinor entfallen 74 Prozent der Gesamtemissionen, auf Yara 20 Prozent.
  • Der durchschnittliche Anteil weiblicher von den Aktionären gewählter Vorstände beträgt 47 Prozent (47 Prozent), der Frauenanteil im Gesamtvorstand (inklusive von den Arbeitnehmern gewählter Vorstände) beträgt 45 Prozent (45 Prozent) .
  • Der Anteil der weiblichen Vorstandsvorsitzenden beträgt 42 Prozent (44 Prozent) und der Anteil der weiblichen CEOs 38 Prozent (40 Prozent).

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