Norweger und Russen veranstalten gemeinsame Übung zur Seerettung und zur Bekämpfung von Ölverschmutzung in der Barentssee

Das Ölverschmutzungsschiff OV Bøkfjord der norwegischen Küstenverwaltung wird an der norwegisch-russischen Übung Exercise Barents teilnehmen.©Norwegische Küstenverwaltung

 Ålesund/Murmansk, 1. Juni 2021. Norwegen und Russland werden am 2. Juni die Exercise Barents durchführen, eine gemeinsame Rettungsübung sowie eine Übung zur Bekämpfung der Ölverschmutzung in der Barentssee und in den umliegenden Gebieten. Die Notfallübung findet seit 20 Jahren jährlich statt, lediglich im vergangenen Jahr wurde sie wegen der Corona-Pandemie ausgesetzt. Übungsort ist der äußeren Varangerfjord nahe der russischen Grenze.

Wie die norwegische Küstenverwaltung mitteilt, bestehe in beiden Ländern der Wunsch und das Interesse, eine solche Live-Übung jährlich durchzuführen. In den vergangenen Jahren hätten sich gute fachliche und persönliche Beziehungen zwischen den Akteuren entwickelt. Die zunehmende Aktivität und der Verkehr mit Seeschiffen in nördlichen Gebieten mache es besonders wichtig, die Zusammenarbeit zu intensivieren. Damit soll die internationale Koordination maritimer Vorfälle im Barentssee-Gebiet weiterentwickelt und verbessert werden. In einem gemeinsamen Abkommen haben sich beide Länder verpflichtet, die Fähigkeit und die Bereitschaft zu gewährleisten, Such- und Rettungsaktionen gemeinsam durchzuführen und Ölverschmutzungen zu bekämpfen.

Im Hinblick auf Suche und Rettung erfolgt diese Koordination zwischen dem Rettungszentrum in Murmansk (MRCC) und dem Hauptrettungszentrum Nordnorwegen (HRS NN). Im Bereich Ölverschmutzung sind der Marine Rescue Service (MRS) in Russland und die Norwegische Küstenverwaltung für die Barents Exercise verantwortlich. Darüber hinaus nehmen von russischer Seite die Nordflotte, die Küstenwache, föderale Such- und Rettungsinstitutionen in der Luftfahrt sowie die Flugsicherung in Murmansk teil. Auf norwegische Seite sind das Küstenradio, die Küstenwache, die Geschwader 330 und 333, Avinor, das operative Hauptquartier der Streitkräfte, der Flugverkehrsdienst und die Rettungsgesellschaft Ressourcen in die Übung involviert.

Aufgrund der Corona-Pandemie und der weiterhin geltenden Einschränkungen wird es in diesem Jahr eine eingeschränkte externe Beteiligung und keinen Personalaustausch zwischen den Schiffen geben. 

Die Übung kann am 2. Juni hier verfolgt werden. 

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