Equinor und Partner investieren acht Milliarden US-Dollar in Erschließung des Bacalhau-Feldes in Brasilien

Die japanische Modec Inc. hat sich den  Auftrag zur Lieferung des riesigen Produktionsschiffs (FPSO) gesichert.©Illustration: Equinor 

Oslo, 1. Juni 2021. Der norwegische Energiekonzern Equinor wird in Brasilien ein neues Ölfeld erschließen. Die Investitionsentscheidung für das Projekt Bacalhau Phase 1 im brasilianischen Pre-Salt-Santos-Gebiet haben Equinor als Betreiber und seine Partner ExxonMobil, Petrogal Brasil und Pré-sal Petróleo SA (PPSA) jetzt gefällt. Die Investition beträgt ca. acht Milliarden US-Dollar. Bacalhau ist Equinors größter Ölfund im Ausland und das erste Feld Brasiliens, das von einem internationalen Konsortium erschlossen wird. Die geschätzten förderbaren Reserven für die erste Phase betragen mehr als eine Milliarde Barrel Öl. Der Entwicklungsplan wurde im März 2021 von der brasilianischen Nationalen Agentur für Erdöl, Erdgas und Biokraftstoffe (ANP) genehmigt. Das erste Öl soll 2024 produziert werden.

„Bacalhau ist ein wichtiger Schritt zur Verwirklichung unserer strategischen Ambition, unsere Präsenz in Brasilien zu vertiefen. Es ist auch ein wichtiges Projekt für das Land, da es erhebliche Investitionen, Auswirkungen auf die Lieferkette und die Schaffung von Arbeitsplätzen vor Ort darstellt“, sagt Veronica Coelho, Country Manager von Equinor in Brasilien.

Entdeckt wurde das Reservoir 2012 von der staatlichen brasilianischen Ölgesellschaft Petrobras. Equinor erwarb 2016 Anteile an der Lizenz, in der sich die Carcará-Entdeckung befindet. 2017 gewannen Equinor und seine Partner eine Ausschreibung um die Carcará -Nord-Lizenz.

©Equinor

Das Bacalhau-Feld erstreckt sich über zwei Lizenzen, BM-S-8 und Norte de Carcará. Die Ressource ist ein hochwertiges Carbonat-Reservoir, das Leichtöl mit minimalen Verunreinigungen enthält. Das Feld soll mit 19 Unterwasserbohrungen entwickelt werden, die mit einer schwimmenden Produktions-, Lager- und Ladeeinheit (FPSO) im Feld verbunden sind. Mit einer Produktionskapazität von 220.000 Barrel pro Tag und einer Lagerkapazität von zwei Millionen Barrel wird das Schiff eine der größten FPSO-Einheiten in Brasilien sein. Das stabilisierte Öl wird auf Shuttletanker umgeladen und das Gas aus Phase 1 wieder in die Lagerstätte eingespritzt. Das japanische Unternehmen MODEC Inc. hat den Auftrag für das FPSO erhalten und wird die Einheit im ersten Jahr betreiben. Danach will Equinor die Arbeiten übernehmen.

Die durchschnittliche CO2-Intensität des Bacalhau-Feldes werde über die gesamte Lebensdauer voraussichtlich unter neun Kilogramm pro produziertem Barrel liegen, teilt Equinor mit. Das liege deutlich unter dem weltweiten Durchschnitt von 17 Kilogramm pro Barrel. Während der gesamten Lebensdauer des Feldes werde daran gearbeitet, die Emissionen zu reduzieren und die Energieeffizienz zu erhöhen.

Equinor ist seit etwa 20 Jahren in Brasilien aktiv und verfügt aktuell über 13 Produktionslizenzen. Der norwegische Energiekonzern ist das zweitgrößte Öl- und Gasunternehmen des Landes. Inzwischen engagiert sich Equinor auch im Bereich erneuerbare Energien in Brasilien.

Partner in Bacalhau: Equinor 40% (Betreiber), ExxonMobil 40%, Petrogal Brasil 20% und Pré-sal Petróleo SA (Regierungsgesellschaft, PSA-Manager).

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