Norwegen streicht AstraZeneca aus dem Impfprogramm – Impfstrategie geändert

Norwegens Premierministerin Erna Solberg erläuterte in einer Pressekonferenz am 12. Mai Änderungen der Impfstrategie©Screenshot, Regjeringen.no

Oslo, 12. Mai 2021. Norwegens Regierung wird junge Menschen früher impfen und Gemeinden in Ostnorwegen mit anhaltend hohem Infektionsdruck mehr Impfstoffe zur Verfügung stellen. Außerdem folgt sie der Empfehlung des Nationalen Instituts für öffentliche Gesundheit und streicht AstraZeneca aus dem norwegischen Impfprogramm. Die Janssen-Impfstoffe können auf freiwilliger Basis verabreicht werden, wenn vorab eine Konsultation mit dem Hausarzt erfolgte. Bisher wurde der Janssen-Impfstoff in Norwegen noch nicht angewendet, nun soll eine Notration aufgebaut werden. Insgesamt wurden bereits 1,5 Millionen Norweger geimpft. In den ältesten Altersgruppen, die bisher priorisiert wurden, nähert sich das Land einer Impfrate von mindestens 90 Prozent .

Wie Premierministerin Erna Solberg auf einer Pressekonferenz mitteilte, ändert die Regierung ihre Impfstrategie so, dass jungen Menschen über 18 Jahren ein Impfstoff angeboten wird, nachdem alle über 45-Jährigen geimpft wurden. Dann erhalten die Altersgruppen 18-24 Jahre und 40-44 Jahre gleichzeitig Impfangebot. Die Altersgruppe der 25- bis 39-Jährigen soll folgen. Wann die Impfung junger Menschen in den Gemeinden beginnen kann, werde etwas variieren, für einige Gemeinden werde dies jedoch bereits ab Anfang Juni geschehen, teilt die Regierung mit.

“Die Impfstoffe sind eine unserer wichtigsten Waffen im Kampf gegen das Coronavirus. Die Impfung ist der Weg zurück in den Alltag und zu mehr Freiheit. Ich bin froh, dass die Bevölkerung in Norwegen das Impfprogramm sehr unterstützt”, sagt Premierministerin Erna Solberg.

Gegenwärtig erhalten Moss, Sarpsborg, Fredrikstad, Lørenskog und Oslo 20 Prozent mehr Impfstoffdosen als der Rest des Landes. Das norwegische Institut für öffentliche Gesundheit hat nun empfohlen, 24 östlichen Gemeinden, die seit langem einen hohen Infektionsdruck haben, mehr Impfstoffe zu verabreichen. Das Institut empfiehlt, dass diese Gemeinden 80 Prozent mehr Dosen erhalten, als sie sonst erhalten würden, bis alle über 18 mit der ersten Dosis geimpft wurden. Allerdings müsse, wenn die Verteilung geändert werden soll, zunächst sichergestellt sein, dass dies nicht zu einer Verzögerung der Impfung der gesamten Bevölkerung führt, so Solberg.

Eine Priorisierung bestimmter Berufe oder Personen mit sozialkritischen Tätigkeiten findet nicht mehr statt.

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