Norwegen und das Vereinigte Königreich brechen Fischereiverhandlungen ab

Oslo, 29. April 2021. Norwegen und das Vereinigte Königreich haben ihre Verhandlungen über ein bilaterales Fischereiabkommen für 2021 abgebrochen, ohne dass die Parteien eine Einigung erzielten. Das verkündeten Norwegens Minister für Fischerei und Meeresfrüchte Odd Emil Ingebrigtsen und sein britischer Kollege bei einem Treffen. Mit einem solchen Abkommen sollte der gegenseitige Zugang zu gemeinsamen Beständen und der Austausch von Fangquoten geregelt werden.

“Der Brexit hat die norwegische Fischereiindustrie zweifellos vor eine Reihe von Herausforderungen gestellt. Es hat sich als sehr schwierig erwiesen, mit dem Vereinigten Königreich eine Einigung über den Zonenzugang und den Quotenaustausch für 2021 zu erzielen. Wenn es um den gegenseitigen Zugang zu Fischquoten in den Gewässern des jeweils anderen für die von uns geteilten Bestände geht, waren die Ansichten zu weit voneinander entfernt, als dass wir eine Vereinbarung hätten erreichen können”, erklärte Ingebrigtsen. Norwegen habe während der Verhandlungen in Absprache mit der Industrie eine klare Haltung eingenommen. Ziel sei es gewesen, eine Situation wie vor dem Brexit herzustellen. Für 2021 müsse die Industrie die Abläufe nun so anpassen, dass Norwegen keinen solchen Zugang wie vor dem Brexit haben werde.

Am 16. März dieses Jahres haben Norwegen, die EU und das Vereinigte Königreich ein Abkommen über die gemeinsame Bewirtschaftung der Bestände in der Nordsee geschlossen. Darüber hinaus haben Norwegen und die EU drei Quotenabkommen unterzeichnet.

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