Aker Solutions schließt erste Bauphase des schwimmenden Windparks Hywind Tampen ab

Die ersten zwanzig Meter der Betonfundamente für die Windturbinen des Windparks Hywind Tampen wurden auf der Werft von Aker Solutios hergestellt. Im tiefen Wasser im Vindafjord werden sie mit einer Betongleitschalung auf 107 Meter erweitert.©Aker Solutions

Oslo, 22. April 2021. Der norwegische Konzern Aker Solutions ASA, Dienstleister für Energie- und Industrieanlagen auf dem Meer, hat in dieser Woche die 20-Meter-hohen-Betonfundamente für den Windpark Tampen fertiggestellt. Die elf Unterkonstruktionen werden jetzt von der Werft in Stord nach Dommersnes im Vindafjord geschleppt. Damit ist die erste Bauphase des weltweit größte schwimmende Offshore-Windpark abgeschlossen. Hywind Tampen wird die Offshore-Öl- und Gasplattformen Snorre und Gullfaks des Energiekonzerns Equinor in der norwegischen Nordsee mit Strom versorgen. Hywind Tampen ist das erste schwimmende Windprojekt von Equinor, das die Betontechnologie für Windprojekte einsetzt.

Sobald die Fundamente im Tiefwasserstandort Dommersnes im Vindafjord festgemacht sind, werden sie mittels einer Betongleitschalung bis zu einer Höhe von 107 Metern erweitert. Der Umfang der Arbeiten bei Dommersnes umfasst die mechanische Ausstattung der Fundamente, bevor sie zur Installation der Windkraftanlagen nach Gulen transportiert werden. Die letzte Phase des Projekts ist das Abschleppen und Installieren vor der Küste, das in einer 50/50-Partnerschaft mit DOF Subsea erfolgt.

Die Hywind-Tampen-Fundamente sind die ersten Betonkonstruktionen für ein Offshore-Projekt auf dem norwegischen Festlandsockel seit dem Bau der Plattform Troll A im Jahr 1995. Die für die Erdölindustrie entwickelte Betontechnologie wird jetzt in einem Projekt für erneuerbare Energien eingesetzt. „Das Projekt ist ein direkter Technologietransfer von Öl und Gas zu erneuerbaren Energien. Die riesige Troll A-Unterkonstruktion war 369 Meter hoch. Jetzt bauen wir elf kleine Trolle. Das Projekt liegt trotz der Herausforderungen rund um Covid-19 im Zeitplan“, sagt Olav-Bernt Haga, Equinors Projektleiter für Hywind Tampen.

Während die Betonteile in Stord und Dommersnes gebaut werden, werden die Stahlanker auf dem Aker Solutions-Werft in Verdal zusammengeschweißt. Die Gondeln, Schaufeln und Turbinentürme werden in Europa hergestellt und an die Wergelands-Basis in Gulen geliefert.

Im Jahr 2022 sollen alle Elemente zum Standort in Gulen transportiert werden, wo die Montagearbeiten  mit dem wahrscheinlich größten Kran, der in Norwegen verfügbar ist, starten soll. 

Elf Unterkonstruktionen für die schwimmenden Windturbinen werden von der Aker Solutions-Werft in Stord zum Tiefwasserstandort in Dommersnes transportiert.©Foto: Woldcam / Equinor ASA

„Wir planen, die fertiggestellten Windkraftanlagen nach Tampen im Frühsommer 2022 zu schleppen und die Offshore-Arbeiten bis Ende des Jahres abzuschließen. Dies ist ein großes und komplexes Industrieprojekt, bei dem wir unsere Erfahrungen aus Öl- und Gasprojekten nutzen “, sagt Haga.

Das Projekt hat einen geschätzten Auftragswert von 1,5 Milliarden NOK. Es hat bereits zu mehreren Unteraufträgen an norwegische Lieferanten geführt, insbesondere in den Regionen Rogaland und Vestland.

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