Norwegen öffnet Grenze jetzt auch für Fachkräfte im Bereich Infrastruktur

Fachpersonal aus dem Ausland, das im Bereich Infrastruktur dringend benötigt wird, darf jetzt auch nach Norwegen einreisen. Die Quarantäneregeln bleiben bestehen. Im Bild: Der Hafen Drammen©BPN

Oslo, 19. März 2021. Um zu verhindern, dass sich Infrastrukturprojekte wegen Grenzschließung verzögern, hat Norwegens Regierung beschlossen, Fachkräfte, die für den Bau, den Betrieb oder die Wartung der Infrastruktur erforderlich sind, in begrenztem Umfang von den Einreiseregeln zu befreien. Zur Infrastruktur zählen in diesem Zusammenhang Wasser- und Abwasseranlagen, Landebahnen, Straßen, Schiffe und Häfen, Flugzeuge, Flughäfen und Luftfahrtanlagen, IKT-Infrastruktur wie Breitband, Telekommunikation und dergleichen, Energieerzeugung und -verteilung, Offshore- und Onshore-Anlagen für Aktivität im Bereich Öl und Gas.

“Viele Unternehmen müssen jetzt ausländische Arbeitskräfte einsetzen, um die Räder am Laufen zu halten. Leider ist die Infektionssituation immer noch so, dass wir vorsichtig sein müssen, wenn wir uns öffnen. Wir führen jetzt eine begrenzte Erweiterung des Ausnahmesystems durch, um sicherzustellen, dass wichtige Infrastrukturen gebaut und instand gehalten werden können”, erklärte Handels- und Industrieminister Iselin Nybø.

Die Anträge werden von der norwegischen Seeverkehrsdirektion geprüft, die das Befreiungssystem verwaltet. Die Erweiterung umfasst folgende ausländische Arbeitnehmer:

  • Personen mit Fachkompetenz, die Aufgaben ausführen, die für die Aufrechterhaltung der Tätigkeit in Unternehmen, die Infrastruktur betreiben, warten oder aufbauen, unbedingt erforderlich sind;
  • Personen mit Fachkompetenz, die Aufgaben ausführen, die zur Aufrechterhaltung laufender Infrastrukturprojekte erforderlich sind.

Die Veränderung gilt zusätzlich zu der bereits geltenden Ausnahme für systemrelevantes Personal. Die Änderungen werden ab Montag, dem 22. März, wirksam.

Anträge erfolgen über die norwegische Seeverkehrsdirektion.

Mitarbeiter, denen eine Befreiung gewährt wird, müssen weiterhin die strengen Quarantänevorschriften und Vorschriften zur Infektionskontrolle einhalten.

Der Arbeitgeber muss in den Antragsdetails des Quarantäneortes jede vorherige Genehmigung eines anderen geeigneten Wohnortes angeben. Im Falle eines Verstoßes gegen die Quarantäneregeln oder die Regeln zur Infektionskontrolle können der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber vom Befreiungssystem ausgeschlossen werden.

Personen, die sich in der Einreisequarantäne befinden, müssen sich in der Regel am ersten Ankunftsort in Norwegen während der Quarantänezeit in Quarantänehotels aufhalten.

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