Neue Airline in Norwegen gegründet – Ex-Norwegian-Chef Kjos beteiligt

Nachdem die Billigairline Norwegian ihre Flüge über den Nordatlantik eingestellt hat, übernimmt nun eine neue Fluggesellschaft: Norse Atlantic Airways.©Norwegian

Oslo, 16. März 2021. Der norwegische Airline-Markt bleibt weiter in Bewegung. Bjørn Tore Larsen, Gründer der OSM Maritime Group, Bjørn Kjos, Gründer und ehemaliger CEO der norwegischen Billigfluglinie Norwegian Shuttle, und weitere Investoren haben jetzt die Gründung der neuen Fluggesellschaft Norse Atlantic Airways bekannt gegeben. Sie soll sich auf den Nordatlantikverkehr konzentrieren und Langstreckenflüge zu Niedrigpreisen anbieten. Im Dezember will die neue Airline starten. 

Erst vor einigen Monaten ist die ungarische Billigfluglinie Wizz Air mit Inlandsflügen auf dem norwegischen Markt aufgetaucht. Der Flugzeugerbe Erik G. Braathen hatte im Sommer 2020 die Gründung der neuen norwegischen Fluggesellschaft Flyr AS bekanntgegeben. Noch in diesem Sommer sollen die ersten Flieger in der Luft sein. Die bekannte norwegische Billigfluglinie Norwegian Air Shuttle kämpft gegenwärtig um ihr Überleben.

Norse Atlantic Airways bietet zunächst Flüge mit der Langstrecken-Boeing 787 Dreamliner zwischen Europa und den USA an. Insgesamt will das Unternehmen mit zwölf Flugzeugen starten, die ehemals zur Flotte von Norwegian gehörten. Norse Atlantic Airways könne die Flieger jetzt zum halben Preis übernehmen, erklärte Larsen. 

An dem neuen Unternehmen halten Bjørn Tore Larsen 53 Prozent, Bjørn Kjos 15 Prozent und Bjørn Kise zwölf Prozent. An der Börse in Oslo seien bereits Airline-Anteile für umgerechnet 24 Millionen US-Dollar gezeichnet worden, berichten norwegische Medien.

Wie Firmengründer Larsen gegenüber DN erklärte, habe er den Entschluss zur Gründung der Gesellschaft in dem Moment gefasst, als klar war, dass Norwegian keine Flüge mehr über den Atlantik anbieten könne.

Auf die Frage, warum es Norse gelingen sollte, eine Billigairline für Langstreckenflüge zu etablieren, während Norwegian daran gescheitert ist, erklärte Larsen: “Norwegian hatte großes Pech mit den Flugzeugen. Wir haben die Zusicherung erhalten, dass die Motoren repariert wurden und dass Rolls-Royce die technischen Probleme gelöst hat.”

Bezüglich des wirtschaftlichen Risikos erklärte er: “Ja, es besteht kein Zweifel, dass es sich um ein riskantes Geschäft handelt. Das Timing ist unglaublich wichtig und wir glauben, dass es nie besser war als zum jetzigen Zeitpunkt. Dies ist die einzige Gelegenheit, eine starke Marktposition einzunehmen und so viele billige Flugzeuge zu bekommen wie zu keinem anderen Zeitpunkt. Dies ist ein anderer wirtschaftlicher Ausgangspunkt und wir können uns kostengünstig etablieren, wenn Menschen auf beiden Seiten des Atlantiks geimpft wurden und wieder auf Reisen gehen.”

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