Norwegen verbietet Einwegartikel aus Kunststoff

Ab dem 3. Juli ist der Verkauf von Einweg-Kunststoffprodukten in Norwegen verboten. Betroffen sind auch Einwegprodukte aus biobasiertem und biologisch abbaubarem Kunststoff.© Mostphotos

Oslo, 12. März 2021. In Norwegen ist der Verkauf von Einwegartikeln aus Kunststoff ab dem 3. Juli verboten. Das Verbot wird aufgrund einer EU-Richtlinie in allen Ländern im EWR-Raum eingeführt. Bei den betroffenen Produkten handelt es sich um Besteck, Teller, Strohhalme, Ballonstangen, Rührstäbchen und Wattestäbchen aus Kunststoff sowie Lebensmittelbehälter, Trinkbecher und Getränkeverpackungen aus Styropor. Das Verbot kann die Verwendung dieser Kunststoffartikel in Norwegen um 1,9 Milliarden Einheiten oder 3.600 Tonnen pro Jahr reduzieren, teilt die Regierung mit. Wattestäbchen und Strohhalme können im medizinischen Bereich weiter verwendet werden.

“Selbst wenn der größte Teil des Einwegkunststoffs im Abfallsystem gehandhabt wird und nicht in die Irre geht, werden durch das Verbot Abfälle und Schäden an Wildtieren und der Umwelt verringert”, sagt Umweltminister Sveinung Rotevatn. Es sei seit langem bekannt, dass das Verbot kommen würde. Viele Hersteller und Importeure hätten daher bereits begonnen, die ab dem 3. Juli verbotenen Produkte auslaufen zu lassen.

Norwegen ist mit seiner langen Küste vor allem vom Meeresmüll betroffen. Norwegen arbeitet seit mehreren Jahren systematisch an einem neuen globalen Abkommen zur Verhinderung der Plastikverschmutzung. Immer mehr Länder schließen sich Norwegens Vorschlag an.

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