Neues Labor für emissionsfreies Bauen in Trondheim eröffnet

Forscher der Technischen Universität Trondheim NTNU und des Forschungsinstituts SINTEF haben jetzt in Trondheim ein eigenes ZEB-Labor (Zero Emission Buildings) für Arbeiten auf dem Gebiet der nachhaltige Gebäude- und Flächenentwicklung zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen und der Umweltbelastung.©Mathias C. Herzog

Trondheim, 4. März  2021. Die Technische Universität Trondheim NTNU und das Forschungszentrum SINTEF haben am 4. März in Trondheim ein Forschungslabor für emissionsfreie Gebäude eröffnet. Im ZEB-Labor (Zero Emission Buildings) testen die Forscher zukünftige Lösungen für nachhaltige Gebäude. Die Forschungsarbeiten sollen durch nachhaltige Gebäude- und Flächenentwicklung zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen und der Umweltbelastung beitragen. Das Labor wird von NTNU, SINTEF, dem norwegischen Forschungsrat und Enova finanziert. Bei der Entwicklung arbeiteten die NTNU, SINTEF, Orion, Veidekke Entreprenør, Link Arkitektur, Siemens, Vintervoll, Bravida, Multiconsult und Aas-Jakobsen zusammen.

„Norwegen wird eine führende Rolle bei der Reduzierung der Treibhausgasemissionen sowohl weltweit als auch im eigenen Land spielen. Dies ist eine hervorragende Arena zum Testen von Lösungen, von denen wir in den kommenden Jahren mehr benötigen. Bau und Nutzung von Gebäuden verursachen auch Treibhausgasemissionen und machen 40 Prozent des gesamten internationalen Energieverbrauchs aus. Deshalb ist es so gut und wichtig, dass NTNU und SINTEF zusammenarbeiten, um Lösungen für einen klimafreundlicheren Material- und Energieverbrauch zu finden“, sagte der Minister für Forschung und Hochschulbildung Henrik Asheim bei der virtuellen Eröffnungszeremonie.

Wie die Forschungseinrichtungen mitteilen, sei das ZEB-Labor nicht nur im norwegischen Kontext einzigartig. In Europa gebe es kein Äquivalent. Das Labor biete nicht nur eine einzigartige Forschungsinfrastruktur, in der verschiedene technische Lösungen in vollem Umfang und in Interaktion unter realen Betriebsbedingungen getestet werden können, sondern fungiere auch als gewöhnliches Bürogebäude für Forscher und Studenten. Auf diese Weise könne auch untersucht werden, wie sich unterschiedliche Lösungen und Betriebsabläufe des Gebäudes auf die physische Arbeitsumgebung auswirken.

Rektorin Anne Borg der Technischen Universität Trondheim NTNU und SINTEF-Direktorin Alexandra Bech nutzten Sie die Eröffnung des ZEB-Labors, um einen neuen Kooperationsvertrag zu unterzeichnen.©Sondre Aksnes

Das Labor verfüge auch über ein erstklassiges Klimakonto. Durch den sehr klimafreundlichen Einsatz von Materialien, intelligente Energielösungen und die Erzeugung erneuerbarer Energien, unter anderem durch im Dach integrierte Solarzellen, werde sichergestellt, dass die CO2-Konten während des gesamten Lebenszyklus des Gebäudes insgesamt auf Null gehen. Die Untersuchung, wie die ausgewählten Materialien und Energielösungen in der Praxis funktionieren und optimiert werden können, werde ein wesentlicher Bestandteil der Forschung.

Alexandra Bech Gjørv, CEO von SINTEF, wies darauf hin, dass Norwegen in der Lage sei, ein führender Exporteur von Bautechnologie in einer Welt zu werden und dass das ZEB-Labor hierzu einen wichtigen Beitrag leisten werde.

Sehen Sie sich den Film von der Eröffnung des ZEB-Labors an

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