Norwegens Aluminiumkonzern Hydro verkauft Walzgeschäft – deutsche Werke betroffen

Der norwegische Aluminiumkonzern verkauft sein Walzgeschäft für 1,3 Milliarden Euro an die Investmentgesellschaft KPS Capital Partners. Etwa 4.700 Mitarbeiter an Standorten in Deutschland sind betroffen. ©Hydro

Oslo, 4. März 2021. Das Energie- und Aluminiumunternehmen Norsk Hydro ASA verkauft sein Walzgeschäft für 1.380 Millionen Euro an KPS Capital Partners. Damit will das Unternehmen seine Rentabilität verbessern und die Nachhaltigkeit fördern, heißt es in einer Pressemitteilung.  Die Transaktion umfasst sieben Werke, ein Zentrum für F&E und globalen Vertriebsbüros. 650 Mitarbeiter sind in Norwegen an den Standorten Karmøy und Holmestrand betroffen. In Deutschland beschäftigt der Konzern allein an den Standorten Grevenbroich und Neuss etwa 4.700 Mitarbeiter.  Das Walzgeschäft soll unter den neuen Eigentümern fortgesetzt werden.

Im Jahr 2020 trug Hydro Rolling rund 24 Milliarden NOK zum Umsatz bei, etwa 17 Prozent des Gesamtumsatzes von Hydro, und 1,3 Milliarden NOK zum  bereinigten EBITDA, neun Prozent des gesamten EBITDA. Insgesamt wurden 864.000 Tonnen Aluminium verkauft, in erster Linie zur Herstellung von Dosen, Folien, Lithographien und Autos.

KPS Capital Partners ist eine global Privatkapitalgesellschaft mit bedeutenden Anteilen in Metall- und Automobilunternehmen. Wie Hydro mitteilt, habe KPS Capital Partners bereits Rahmenvereinbarungen mit den deutschen Gewerkschaften IG Metall und IG BCE geschlossen.  

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