Hurtigruten-Schiff MS Finnmarken jetzt Museumsobjekt im Glaskasten

Das größte Museumsobjekt der Welt?  Das Hurtigruten-Schiff MS Finnmarken ist jetzt im Hurtigruten-Museum in Stokmarknes in Deckung.  Foto: Bjørn Eide.
Eines der größte Museumsobjekt der Welt, das Hurtigruten-Schiff MS Finnmarken, hat im Hurtigruten-Museum in Stokmarknes jetzt eine Schutzhülle erhalten. 1999 wurde MS Finnmarken am Museum in Stokmarknes an Land gebracht, direkt neben dem Ort, an dem Hurtigruten 1893 von Kapitän Richard With gegründet wurde.©Bjørn Eide.

Stokmarknes, 9. Februar 2021. Eines der weltweit größten Museumsobjekte, das Hurtigruten-Schiff MS Finnmarken, hat jetzt eine Schutzhülle aus Glas und Stahl erhalten. Das Schiff hat seinen Dienst vor mehr als 20 Jahren beendet und liegt seit 1999 im Hurtigruten-Museum in Stockmarknes an Land. Die Umbauung dient vor allem dem Schutz des Schiff und dem Komfort der Besucher. Die offizielle Eröffnung findet im Sommer statt.

Das lokale Bauunternehmen Peab Bjørn Bygg hat die Schutzhülle gebaut. Der Entwurf stammt vom Architektenbüro Link Architektur.
“Als kommunales Bauunternehmen sind wir stolz darauf, einen Beitrag zur Verwaltung eines so wichtigen Teils der nordnorwegischen Geschichte leisten zu können”, sagt Gro Skaar Knutsen, CEO von Peab Bjørn Bygg. Der größte Teil des Gebäudes besteht aus Glas und Stahl, und die Form des Gebäudes ist von Hurtigrutens Geschwindigkeit und aerodynamischer Form inspiriert.

Das Gebäude hat Elemente vom Schiff aufgenommen, die abfallende Form ist typisch für die 1950er Jahre. Das Erdgeschoss hat eine Fläche von 2.000 Quadratmetern, die Fassade besteht aus 2.500 Quadratmetern Glas, sodass MS Finnmarken auch von außen gut zu erkennen ist.

“Mit seiner besonderen Architektur präsentiert sich das Schutzgebäude als eines unserer Highlights in Nordnorwegen. Hier haben wir Alt und Neu auf moderne und zukunftsorientierte Weise vereint, und wir glauben, dass das Gebäude sowohl Einheimischen als auch Besuchern große Freude bereiten wird”, sagt Bezirksleiter Per Ivar Rasmussen von Peab Bjørn Bygg.

Bauleiter Erik Fredriksen von Peab Bjørn Bygg, der selbst aus Vesterålen stammt, war dabei, als das Schiff 1999 an Land gebracht wurde. Der Bauprozess sei interessant, aber auch sehr anspruchsvoll gewesen. “Wir mussten zuerst den Boden sichern. Riesige Mengen an Boden wurden verwendet, um das Gebiet zu erweitern”, erklärt der Bauleiter.

Das Gebäude ist so dimensioniert, dass es dem nordnorwegischen Klima standhält. Der Aufbau muss sich bei vollem Sturm mit einem “Akkordeonsystem” über die vorhandene Baumasse bis zu acht Zentimeter bewegen können.

Im Zusammenhang mit dem Bau der Hülle um die MS Finnmarken wurd das gesamte Hurtiguten-Museum restauriert und ausgebaut. Außerhalb des öffentlichen Bereichs wurde eine separate Abteilung mit modernen Büros errichtet.

Das Erdgeschoss des Schutz-Gebäudes ist 2.000 Quadratmeter groß, die Fassade besteht aus 2.500 Quadratmetern Glas.©Ørjan Marakatt Bertelsen.

Das Hurtigruten-Schiff MS Finnmarken, das von Blohm & Voss in Hamburg gebaut wurde, wurde von Vesteraalens Dampfschifffahrtsgesellschaft unter Vertrag genommen und 1956 in den Hurtigruten-Verkehr gestellt. Es war zu dieser Zeit das modernste Schiff entlang der norwegischen Küste. Die MS Finnmarken gehörte bis 1993 zur Hurtigruten-Flotte. Die Reederei spendete das Schiff dem Hurtigruten-Museum.

Die Investition in den Glasbau betrug 128 NOK.

Das schwedische Bauunternehmen Peab ist eines der führenden Bauunternehmen der nordischen Region mit rund 15.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 57 Milliarden SEK. Die Gruppe verfügt über Büros in Schweden, Norwegen, Finnland und Dänemark. Der Hauptsitz befindet sich in Förslöv in Skåne, Schweden. In Norwegen beschäftigt Peab rund 1.800 Mitarbeiter und erzielt einen Umsatz von acht Milliarden NOK.

Der größte Teil des Verne-Gebäudes besteht aus Glas und Stahl. 
©Ørjan Marakatt Bertelsen.

About businessportalnorwegen

View all posts by businessportalnorwegen →

× Featured

Löschdecke für Elektroautos: Feuerwehren in Schleswig-Holstein nutzen norwegische Lösung