Befristetes Gesetz über Einreisebeschränkungen in Norwegen soll bis Jahresende verlängert werden

Oslo, 8. Februar 2021. Das vorübergehende Gesetz über Einreisebeschränkungen für Ausländer aus Gründen der öffentlichen Gesundheit, das bis zum 1. Juni 2021 gilt, soll nun bis zum 31. Dezember 2021 verlängert werden. Das schlägt das norwegische Justizministerium vor. Außerdem sollen die Bestimmungen des Einwanderungsgesetzes über die Regeln für die Bearbeitung von Sonderfällen für das Immigration Appeals Board (UNE) im Zusammenhang mit dem Gesetz verlängert werden.

Mit den Einreisebeschränkungen wird das Einreiserecht für Ausländer eingeschränkt, die ansonsten einen legalen Zugang zur Einreise nach Norwegen hätten. Das Corona-Virus sei nach wie vor eine Bedrohung für die öffentliche Gesundheit und werde es auch bleiben, bis eine ausreichende Immunität in der Bevölkerung besteht oder ein Impfstoff vorliegt, teilt die Regierung mit.

Es sei ungewiss, wie lange die Anwendung von Einreisebeschränkungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie erforderlich sein wird. Die Verlängerung des Gesetzes bedeute aber nicht automatisch, dass Norwegen  bis Dezember 2021 Einreisebeschränkungen haben werde. Die Dauer der Einreisebeschränkungen werde entsprechend der Entwicklung der Infektion kontinuierlich bewertet. Die Einreisebeschränkungen können daher früher aufgehoben werden, wenn die Situation dies erfordert. Die Regierung habe die Einführung und Verschärfung der Vorschriften seit Einführung der Einreisebeschränkungen kontinuierlich bewertet und eingeführt. Es ist geplant, dies im Rahmen einer schrittweisen und kontrollierten Öffnung fortzusetzen.

Außerdem hat die Regierung den globalen Reiserat,  in dem das Außenministerium von allen Reisen abrät, die nicht für alle Länder unbedingt erforderlich sind, bis zum 15. April verlängert.

Die globale Infektionssituation, neue Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Ausbruch des mutierten Virus, die Kapazität im Gesundheitswesen der verschiedenen Länder und die Reisebeschränkungen anderer Länder seien Faktoren, die die Grundlage für die neue Entscheidung bilden, teilt die Regierung mit. In Kombination mit den Anforderungen an Quarantäne- und Einreisebeschränkungen fungieren diese Reisehinweise als Infektionskontrollmaßnahme im Rahmen der Pandemie.

Die Bewertung der Ausnahmen von den Reisehinweisen für Länder mit einer ausreichend geringen Infektionsausbreitung im EWR / Schengen-Raum wird weiterhin wöchentlich erfolgen. Im EWR / Schengen-Raum sind derzeit nur Island, die Färöer und Grönland sowie einige Gebiete in Finnland ausgenommen. Aktualisierte Informationen finden Sie in der NIPH-Liste.

Finden Sie hier Informationen zur Corona-Situation in Norwegen.

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