Norwegens Regierung schickt Soldaten der Alliierten wegen Corona-Situation wieder nach Hause

Soldaten aus den USA, Großbritannien, den Niederlanden und Deutschland, die für Winterübungen nach Troms kamen, müssen wegen der Corona-Gefahr in Norwegen wieder nach Hause zurückkehren. ©Die Streitkräfte

Troms, 26. Januar 2021. Norwegens Regierung hat die geplanten Militärübungen Rein I und Joint Viking mit Verbündeten in der Region Indre Troms abgebrochen. Der Grund ist die Infektionssituation in Norwegen. Es werden keine neuen alliierten Streitkräfte nach Indre Troms gebracht. Die bereits eingereisten Streitkräfte müssen Norwegen wieder verlassen.

“Norwegen befindet sich derzeit in einer anspruchsvollen Situation. Die Maßnahmen zur Infektionskontrolle in Nordre-Follo und den umliegenden Gemeinden sind die schwierigsten seit Beginn der Corona-Epidemie. Wir müssen vorsichtig sein, um die Ausbreitung des mutierten Virus zu vermeiden, und nach einer umfassenden Einschätzung der Situation haben wir beschlossen, die alliierten Aktivitäten in Troms abzubrechen”, sagt Verteidigungsminister Frank Bakke-Jensen. Dies werde in Absprache mit den Verbündeten geschehen.

Bis zum Zeitpunkt des Abzuges sollen Schulungen stattfinden, die innerhalb der zulässigen Infektionskontrolle möglich sind.

Das alliierte Wintertraining war für rund 3.400 Soldaten geplant. Bis jetzt sind insgesamt rund 2.900 alliierte Soldaten in Inner Troms eingetroffen. Davon stammen etwas mehr als 1.000 aus den USA, knapp 1.000 aus dem Vereinigten Königreich, etwas mehr als 600 aus den Niederlanden und etwa 200 aus Deutschland.

“Training und Übungen mit den Alliierten in Norwegen im Winter sind sowohl für Norwegen als auch für unsere Verbündeten wichtig. Es ist ein konkreter Ausdruck der Solidarität des Bündnisses und sendet eine klare Botschaft über die Bereitschaft und Fähigkeit der NATO, Norwegen zu Hilfe zu kommen. Die Stornierung kommt nun zusätzlich zu der Tatsache hinzu, dass die große Übung Cold Response 20 im letzten Jahr aufgrund von Überlegungen zur Infektionskontrolle ebenfalls stark reduziert wurde. Ich möchte allen Verbündeten danken, die in dieser herausfordernden Situation große Flexibilität und Verständnis gezeigt haben. Dank auch an die lokalen Behörden, das Gesundheitswesen und die Streitkräfte. Es wurden große Anstrengungen unternommen, um die Situation bestmöglich zu bewältigen, sagt der Verteidigungsminister.

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