Statkraft beliefert Deutsche Bahn mit subventionsfreiem Windstrom aus Deutschland

Statkraft Markets GmbH, deutsche Tochter des norwegischen Energiekonzerns Statkraft, liefert an die Deutsche Bahn 40.000 MWh Strom aus Windkraftanlagen, deren EEG-Förderung im vergangenen Jahr auslief. So können die Windanlagen weiter betrieben werden.©Deutsche Bahn

Düsseldorf, 20. Januar 2021. Statkraft Markets GmbH, Tochter des norwegischen Energiekonzerns Statkraft AS, und die Deutsche Bahn haben einen Stromliefervertrag (Power Purchase Agreement PPA) unterzeichnet. Darin wurde die Lieferung von grünem Strom aus deutschen Onshore-Windenergieanlagen vereinbart, die keine EEG-Förderung mehr erhalten. Der Vertrag läuft über ein Jahr und umfasst die Bereitstellung von etwa 40.000 MWh. Das entspricht etwas mehr als dem Tagesbedarf aller elektrisch fahrenden Züge in Deutschland.

Der Grünstrom stammt aus einem Portfolio von Windenergieanlagen, mit denen Statkraft einen Abnahmevertrag für die Zeit nach Ablauf der EEG-Förderung abgeschlossen hat. Damit werde der wirtschaftliche Weiterbetrieb von 70 Anlagen gesichert, für die nach 20 Jahren die Förderung durch das Erneuerbare-Energie-Gesetz am 31. Dezember 2020 auslief, teilt Statkraft mit.

„Wir sind sehr froh, dass die Vereinbarung mit der Deutschen Bahn gerade jetzt zustande gekommen ist. Sie beweist, dass Erneuerbare-Energie-Anlagen, deren Förderung ausgelaufen ist, eine wichtige Rolle bei der Dekarbonisierung der Industrie spielen. Anders als die im EEG 2021 beschlossene Anschlussförderung ermöglichen PPAs sowohl eine langfristige Preisgarantie als auch die Vermarktung des grünen Mehrwerts.“ sagt Patrick Koch, Leiter des Kundengeschäfts in Deutschland.

Die Deutsche Bahn gehe mit der Abnahme des Stroms neue Wege für noch mehr Ökostrom im Bahnstrommix. Neben Strom von Statkraft erhält die DB 2022 und 2023 rund 50 Gigawattstunden Grünstrom, gut anderthalb Tage elektrischer Bahnbetrieb, vom Windpark Nordleda bei Cuxhaven. Partner ist das Unternehmen Getec Energie. Die beide Ökostrom-Anlagen, die nach dem ursprünglich geplanten Auslaufen der staatlichen Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz mittelfristig stillgelegt werden sollten, sparen durch ihren Weiterbetrieb 50.0000 Tonnen CO2 pro Jahr im Vergleich zur Stromlieferung aus Kohlekraft, heißt es in einer Pressemitteilung der Deutschen Bahn. Die DB werde nun Erfahrungen mit Grünstromlieferungen aus Anlagen älterer Bauart sammeln. Bislang gebe es kaum Erfahrungswerte über die Zuverlässigkeit von Windkraftanlagen nach 20-jährigem Betrieb. Die Vertragslaufzeiten seien daher kurz.

Statkraft ist Europas größter Erzeuger erneuerbarer Energie. Der Konzern stellt Strom aus Wasser, Wind, Sonne, Biomasse und Gas her, produziert Fernwärme und ist ein bedeutender Akteur im Energiehandel. Statkraft beschäftigt 4.000 Mitarbeiter in 17 Ländern. In Deutschland ist Statkraft mit einem Portfolio von rund 9.400 MW Marktführer in der Direktvermarktung.

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