Norwegische Firmen verdienten fünf Milliarden NOK am Bau der Stromleitung NordLink

Aufträge auf norwegischer Seite für die Stromtrasse NordLink wurden zu 55 Prozent an norwegische Unternehmen vergeben. Im Bild: Die Gleichrichterstation in der Gemeinde Sirdal.©Woldcam

Oslo, 22. Januar 2021. Mehr als die Hälfte der Aufträge für die deutsch-norwegische Stromtrasse NordLink wurde auf norwegischer Seite an norwegische Unternehmen vergeben. Die norwegische Wirtschaft und Industrie habe einen bedeutenden Beitrag zu einem der größten Projekte des norwegischen Stromkonzerns Statnett geleistet und Waren und Dienstleistungen für ungefähr 55 Prozent der Gesamtkosten auf norwegischer Seite des NordLink-Projekts bereitgestellt, teilt Statnett mit.

Die Gesamtkosten für den Bau von NordLink werden auf 1,7 bis 1,8 Milliarden Euro geschätzt, Statnett habe davon die Hälfte investiert. Partner in Deutschland sind der Systembetreiber TenneT und die Förderbank KfW.

In Norwegen wurde für das deutsch-norwegische Projekt eine Gleichrichterstation in Ertsmyra in der Gemeinde Sirdal errichtet, an die das Unterwasserkabel durch die Ostsee mit der Freileitung in der Gemeinde Flekkefjord verbunden ist. Außerdem wurden eine Freileitung zwischen den Einrichtungen in Sirdal und Flekkefjord und ein Mikrotunnel gebaut sowie Kabel vom Vollesfjord zum Meer verlegt.

Hitachi ABB Power Grids war für die elektronischen Systeme im Kraftwerk verantwortlich, Nexans hat die Kabel auf norwegischer Seite hergestellt und verlegt. Das Bauunternehmen Risa AS hat die gesamte Ertsmyra-Transformatorstation und die Straße zur Station im Flekkefjord gebaut. Die drei Unternehmen hatten direkte Verträge mit Statnett und waren die Hauptauftragnehmer des NordLink-Projekts. Zusammen mit Statnett haben sie während der Bauzeit lokale Unternehmen mit zahlreichen Arbeiten beauftragt.

“Regionale und lokale Subunternehmer leisten wichtige Beiträge zu unseren Projekten. Sowohl Statnett als auch unsere Hauptauftragnehmer kaufen eine breite Palette von Waren und Dienstleistungen vor Ort, um große Bauprojekte durchführen zu können”, sagt  Stein Håvard Auno, Projektleiter bei Statnett.

Sirdal Betong ist einer der lokalen Subunternehmern, die maßgeblich zum Projekt beigetragen haben. Sirdal Beton lieferte große Mengen Beton für die Gleichrichterstation in Ertsmyra in der Gemeinde Sirdal. Der Auftrag wurde aufgrund der Größe der Lieferung gemeinsam mit Ribe Betong realisiert.

“Für uns als kleinen Player haben Statnetts Projekte einen kolossalen Einfluss auf unser tägliches Leben gehabt, da wir das Volumen jährlich mehr als verdoppelt haben”, sagt Torleiv Josdal, General Manager von Sirdal Betong. Der Betonlieferant hat sowohl an NordLink als auch später an andere Projekte unter der Schirmherrschaft von Statnett geliefert.

Lokalen und regionalen Subunternehmern wurden in Norwegen unter anderem mit folgenden Arbeiten betraut:

Boden und Bauarbeiten
Straßenarbeiten
Abfallwirtschaft
Betonarbeiten
Ingenieurdienstleistungen
Schneeräumung
Catering
Unterkunft
Elektro-Dienstleistungen
Klempnerarbeiten
Zimmerei
Fliesenlegerarbeiten
Transporte
Bereitstellung von Autokranen
Sicherheitsdienste
Taucherdienste.

NordLink befindet sich seit Dezember 2020 in einer Testphase. Der normale Betrieb wird ab März 2021 gestartet. Betreiber der 623-Kilometer-langen-Trasse ist das niederländische Unternehmen Tennet. Das Untersee-Kabel zwischen Tonstad / Ertsmyra in der norwegischen Gemeinde Sirdal und Wilster in Schleswig-Holstein in Deutschland, das je nach Bedarf aus Wasserkraft erzeugten Strom von Norwegen nach Deutschland oder Windenergie von Deutschland nach Norwegen liefert, hat eine Kapazität von 1.400 MW.

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