APA 2020: 61 Lizenzen für Öl- und Gasförderung in Norwegen neu vergeben

Ausgewiesene Gebiete zur Erkundung und Förderung von Öl und Gas in der Lizenzrunde APA 2020. ©Norwegisches Öl- und Energiedepartment

Oslo, 19. Januar 2021. Das norwegische Ministerium für Erdöl und Energie hat in der Lizenzrunde “Zuteilung in vordefinierten Gebieten 2020” (APA 2020) 61 Produktionslizenzen auf dem norwegischen Festlandsockel vergeben, davon 34 in der Nordsee, 24 in der Norwegischen See und drei in der Barentssee. 30 verschiedenen Ölunternehmen, von großen internationalen Unternehmen bis hin zu kleineren norwegischen Explorationsunternehmen, werden Anteile an einer oder mehreren dieser Lizenzen angeboten. 18 Unternehmen fungieren als Betreiber. Die Genehmigungen werden mit einem verbindlichen Arbeitsprogramm oder als zusätzliche Bereiche für solche Genehmigungen erteilt.

“Die Unternehmen haben großes Interesse am Zugang zu neuen Explorationsgebieten gezeigt, was bedeutet, dass die Branche großes Vertrauen in die künftige Rentabilität der Exploration im norwegischen Schelf hat. Es ist gut für den Staat als Rohstoffbesitzer”, sagt Tina Bru, Ministerin für Erdöl und Energie.

Die erste Lizenzrunde auf dem norwegischen Festlandsockel wurde 1965 durchgeführt. Die Aktivitäten begannen in der Nordsee, während die Exploration in Gebieten in der norwegischen See und der Barentssee 15 Jahre später starteten.

Das Erdölgeschäft ist Norwegens größte Industrie, gemessen an Wertschöpfung, Staatseinnahmen, Investitionen und Exportwert. Die Branche hat direkt oder indirekt einen erheblichen Anteil an der nationalen Beschäftigung.

Seit der ersten Ölentdeckung hat die Branche mit 15.700 Milliarden NOK zur Wertschöpfung beigetragen und dem Staat seit der Jahrtausendwende einen Netto-Cashflow von rund 6.700 Milliarden NOK zur Verfügung gestellt. Der Netto-Cashflow des Staates aus den Erdölaktivitäten im Jahr 2021 wird auf rund 99 Milliarden NOK geschätzt, was einem Einkommen von rund 75.000 NOK für eine vierköpfige Familie entspricht. Eine aktive Explorationspolitik mit regelmäßigen Lizenzrunden im norwegischen Regal erleichtere neue Entdeckungen, teilt das Energieministerium mit. Dies trage dazu bei, Staatseinnahmen, Wertschöpfung und Beschäftigung sicherzustellen, was wichtig sei, um das Wohl der Nation im Laufe der Zeit aufrechtzuerhalten.

Die Zuteilung des neuen Explorationsgebiets erfolgt in zwei gleichen Lizenzrunden. Nummerierte Runden finden in den am wenigsten bekannten Explorationsgebieten statt – in der Praxis also in Teilen der Tiefseegebiete in der norwegischen See und in Teilen der Barentssee. Das Gebiet in den bekanntesten Explorationsgebieten wird in den jährlich stattfindenden APA-Runden zugewiesen. Aufgrund jahrzehntelanger Explorationsaktivitäten werden derzeit der größte Teil der Nordsee, große Teile der norwegischen See und ein immer größerer Teil der Barentssee von den APA-Runden abgedeckt.

Wie das Ministerium weiter mitteilt, entsprechen die Erdölaktivitäten auf dem norwegischen Festlandsockel den höchsten Standards in Bezug auf Gesundheit, Sicherheit und Umwelt. Exploration, Entwicklung und Betrieb erfolgten mit geringen Emissionen. Treibhausgasemissionen werden durch das EU-Quotensystem (EHS) abgedeckt. Zusätzlich werde eine hohe CO2-Steuer gezahlt. Diese Politik gebe den Unternehmen ein finanzielles Eigeninteresse an der Reduzierung ihrer Emissionen, da die erklärten Ambitionen der Branche für Emissionsreduzierungen aus den Erdölaktivitäten im norwegischen Schelf ein gutes Beispiel dafür sind. In einem Quotensystem wie dem EHS bestehe die einzige Möglichkeit zur Reduzierung der Gesamtemissionen darin, die Anzahl der verfügbaren Quoten zu verringern.

Mögliche Schäden an der natürlichen Umwelt beschränkten sich auf größere Notentladungen von Öl. Die Wahrscheinlichkeit einer Ölverschmutzung sei sehr gering, und es würden strenge Anforderungen an die Vorbereitung auf Ölverschmutzungen gestellt. In einigen Gebieten seien auch Fristen für Explorationsbohrungen in ölhaltigen Schichten während Teilen des Jahres festgelegt. “Es gab während der vergangenen 50 Jahre keine versehentlichen Öleinleitungen im norwegischen Schelf, die die Küste erreicht haben, und es wurde keine Schädigung der Meeresumwelt durch aufgetretenen Einleitungen nachgewiesen”, heißt es in der Pressemitteilung.

Finden Sie hier die Karten der zugewiesenen Gebiete.

Weitere Informationen zu APA-Runde 2020 finden Sie auf der Seite der norwegischen Erdöldirektion.

Die einzelnen Arbeitsprogramme finden Sie hier.

Folgende Unternehmen erhielten Lizenzen (Zahl der Lizenzen / Lizenzen als Betreiber):
Aker BP ASA (10/8)
A/S Norske Shell (1/1)
Chrysaor ASA (6/3)
Concedo ASA (1/0)
ConocoPhillips AS (4/3)
DNO Norge AS (10/4)
Edison Norge AS (2/0)
Equinor Energy AS (17/10)
INEOS (4/1)
Inpex (2/1)
Kufpec (1/0)
Lime (4/0)
Lotos (3/0)
Lundin (19/7)
MOL (1/1)
M Vest (2/0)
Neptune (6/3)
OKEA (6/4)
OMV (3/3)
One Dyas (6/0)
Pandion (5/0)
Petrolia NOCO (3/1)
PGNiG (4/0)
Souce(4/0)
Spirit (3/0)
Sval (5/1)
Total (3/0)
Vår Energi (10/5)
Wellesley (2/1)
Wintershall DEA (16/4)

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