Wintershall-Dea-CEO Mehren präsentiert zum Handelsblatt-Energiegipfel vier Thesen für sichere Versorgung mit sauberer Energie

Mario Mehren appelliert an die Politik
Mario Mehren, CEO des Öl- und Gaskonzerns Wintershall Dea, diskutierte zum Energie-Gipfel der Verlagsgruppe Handelsblatt mit den energiepolitischen Sprechern der Bundestagsfraktionen die energiepolitische Agenda 2021.©Wintershall Dea

Berlin/Kassel, 13. Januar 2021. Politische Rahmenbedingungen für die Energiewende, die Bedeutung von Wasserstoff für die Erreichung der Klimaziele, die Rolle von Erdgas bei der Dekarbonisierung Europas und viele andere Fragen wurden auf dem Online-Energiegipfel der Verlagsgruppe Handelsblatt in Berlin digital diskutiert. Anders Opedal, CEO und Präsident des norwegischen Energiekonzerns Equinor ASA, hielt einen Impulsvortrag zum Thema “Wie gelingt der klimaneutrale Umbau der Wirtschaft in Europa?” Mario Mehren, CEO des Öl- und Gaskonzerns Wintershall Dea, diskutierte die energiepolitische Agenda 2021 und die Herausforderungen der Gasbranche mit den energiepolitischen Sprechern der Bundestagsfraktionen Dr. Joachim Pfeiffer, CDU/CSU, Bernd Westphal, SPD, Prof. Dr. Martin Neumann, FDP, und Dr. Ingrid Nestlem, Bündnis 90/Die Grünen.

Mario Mehren eröffnet die Diskussion mit vier Thesen für die sichere Versorgung mit sauberer Energie.

  • These #1: Wir brauchen mehr Gas im Energiemix – nicht weniger! Die Erneuerbaren allein werden den steigenden Energiebedarf auf absehbare Zeit nicht decken. Erdgas bietet sich als perfekter Partner in allen Sektoren an. Und der Einsatz von Gas ist sozialverträglich.
  • These #2: Wir müssen jetzt einen Wasserstoffmarkt aufbauen! Märkte entstehen nicht von alleine. Sie müssen aufgebaut und organisiert werden – technologieoffen.
  • These #3: Damit Erdgas und Wasserstoff volle Leistung bringen können, müssen die politischen Rahmenbedingungen stimmen! Ob Erdgas oder Wasserstoff – die Politik muss jetzt die richtigen Weichen stellen.
  • These #4: Einseitige Weichenstellungen gefährden die Industriestandorte Deutschland und Europa! Die Industrie muss grüner werden und ihre Emissionen senken. Das steht außer Frage. An Gas führt dabei kein Weg vorbei: Die industrielle Erdgasverstromung hat sich in Deutschland in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt.

„Unsere Branche muss – und wird – sich verändern. Business as usual darf es nicht geben. Die Zukunft der Energie ist klimafreundlich“, sagt Mario Mehren. „Wir brauchen mehr Energie mit weniger Emissionen – und das zu bezahlbaren Preisen. Das alles gleichzeitig im Blick zu behalten, noch dazu in Zeiten einer globalen Pandemie, ist eine der größten politischen Herausforderungen unserer Zeit.“

In seinem Impuls betonte Mehren, dass vor der Gesellschaft eine große Aufgabe liege: „Wintershall Dea ist Teil der Lösung. Wir haben den Anspruch und die technologische Expertise, mit sauberer Energie einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“. Wintershall Dea fühlt sich den europäischen Klimazielen verpflichtet und hat Ende 2020 ein ambitioniertes Programm vorgelegt, um künftig noch sauberer zu produzieren. Bis 2025 soll die Methanintensität auf 0,1 Prozent reduziert werden. „2030 sollen zudem unsere gesamten Upstream-Aktivitäten klimaneutral sein“, sagt Mehren.

Mehren forderte die Politik auf, den Energiemarkt zukunftsfähig und sozialverträglich zu gestalten und dabei auf den Beitrag der Gasbranche zu vertrauen.

Im Detail sind die Thesen in einem Wintershall Dea Thesenpapier und Mario Mehrens Meinungsbeitrag in der Sonderbeilage des Handelsblatts zum Energie-Gipfel zu finden.

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