Stromproduktion in Norwegen: Mehr Wind-, weniger Wasserkraft im November

Wasserkraftwerke sind die wichtigsten Stromproduzenten in Norwegen. Aber die Windkraft holt enorm auf. Insgesamt wurden im November 98,9 Prozent der Elektrizität aus erneuerbaren Quellen erzeugt. Im Bild: Statkraft-Staudamm in Alta.©Statkraft

Oslo, 15. Dezember 2020. Die Stromproduktion aus Wasserkraft geht in Norwegen langsam, aber kontinuierlich zurück. Erstmals machte sie nach Angaben des norwegischen Statistikamtes SSB im November nur 89 Prozent des Gesamtstrommenge aus. Dagegen steigt der Anteil der Windenergie stark. Im November stammten zehn Prozent der norwegischen Stromerzeugung aus Windanlagen. Das war ein Wachstum gegenüber dem Vorjahresmonat um 157,9 Prozent. Wärmekraftwerke trugen mit 1,1 Prozent zur Stromproduktion bei. 

Im November wurden insgesamt 13 TWh Strom erzeugt, eine Steigerung von 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Davon entfielen 11,9 TWh auf Wasserkraft (-1 Prozent), 1,3 TWh auf Windkraft (+ 157,9 Prozent) und 0,14 TWh auf Wärmekraft (-47,9 Prozent).

Der Stromverbrauch ging gegenüber dem Vorjahresmonat um 9,3 Prozent auf 11,1 TWh zurück. 66,1 Prozent des Stroms wird in den Haushalten verbraucht. Durch einen warmen November sank der Stromverbrauch hier um 13,6 Prozent auf 7,3 TWh. Auch die Öl- und Gasindustrie verbrauchte mit 0,6 TWh weniger Elektrizität als im November 2019 (-12,1). In der energieintensiven Industrie dagegen wuchs der Verbrauch um 3,7 Prozent auf 3,0 TWh. 

Norwegens Stromexport betrug damit im November 2,3 TWh.

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