Economics Norway: Frankfurter Buchmesse 2019 war für Norwegen als Gastland ein Erfolg

Kronprinzessin Mette-Marit besuchte als Literaturbotschafterin Norwegens auf ihrer Reise durch Deutschland im vergangenen Jahr auch die Buchhandlung Pankebuch in Berlin – ein auf skandinavische Literatur spezialisierter Shop. Im Bild Mette-Marit im Gespräch mit Inhaberin Katrin Mirtschink.©Simen Løvberg Sund / Det kongelige hoff

Oslo, 7. Dezember 2020. Der Fokus auf Norwegen als Gastland auf der internationalen Buchmesse in Frankfurt im Jahr 2019 hat sich positiv auf die norwegische Literatur und Kultur sowie auf die deutsch-norwegische Zusammenarbeit ausgewirkt. Das wurde den Organisatoren und Geldgebern jetzt von dem unabhängigen Analyseunternehmen  Samfunnsøkonomisk analyse (SØA) (Economics Norway) bestätigt. Insgesamt sei das Ziel der Investition erreicht worden, hinsichtlich der aktive Beteiligung der wichtigsten Wirtschaftsakteure blieben die Ergebnisse jedoch etwas hinter den Erwartungen zurück, teilen die Analysten mit.

Besonders wichtig sei der Beitrag zur Profilierung und zum Aufbau von Beziehungen. Welche langfristigen Auswirkungen die Beteiligung Norwegens als Gastland in Form von Exporten norwegischer Kunst und Kultur habe, können momentan noch nicht beurteilt werden. Hierzu sei es zu früh. 

“Neben dem Export norwegischer Literatur und Kultur waren Meinungsfreiheit, kulturelle Rechte und Demokratie ein wiederkehrendes Thema im Gastlandprojekt. Durch eine Vielfalt kultureller Ausdrucksformen wurden norwegische Perspektiven, Denkweisen und unsere gemeinsamen Werte einem internationalen Publikum präsentiert”, sagt Außenministerin Ine Eriksen Søreide.

Der Gastland-Auftritt Norwegens auf der Frankfurter Buchmesse im vergangenen Jahr kostete 52 Millionen NOK. Economics Norway veröffentlichte jetzt einen Bericht, ob die Investition ihr Ziel erreicht habe.©BPN
Lesen Sie hier die vollständige Bewertung.

Nach Einschätzung von SØA hat die Gastlandinitiative dazu beigetragen, neue Netzwerke aufzubauen und bestehende Netzwerke sowohl kulturell als auch politisch zu stärken. Es wurde als Projekt bei NORLA. dem Zentrum für norwegische Literatur im Ausland, organisiert und hatte ein Gesamtbudget von 52 Millionen NOK. Davon wurden 30 Millionen staatliche Subventionen zu gleichen Teilen vom Außenministerium, dem Ministerium für Handel und Industrie und dem Kulturministerium genehmigt. Private Unternehmen aus dem Bereich der Literaturindustrie schossen sieben Millionen NOK zu. Andere private Sponsoren stellten 1,4 Millionen NOK zur Verfügung, was etwa drei Prozent des Gesamtbudgets entspricht.

In den Ministerien und im Management von NORLA habe das Projekt einen hohen Stellenwert gehabt. NORLA habe ausreichend Zeit gehabt, um die Investition zu planen und vorzubereiten. Darüber hinaus wurden neben den Akteuren der Literatur auch Akteure des norwegischen Kulturlebens in das Gastlandprojekt einbezogen.

Petra Wenzel, Inhaberin von Pankebuch, zeigt Kronprinz Haakon während des Besuches bei Pankebuch die große Auswahl an Büchern norwegischer Autoren.©Simen Løvberg Sund / Det kongelige hoff

Die Nachbearbeitung solcher Ergebnisse sei laut Bericht immer eine Herausforderung, und die Coronare-Pandemie habe diese Herausforderung verstärkt. Die Pandemie habe dazu geführt, dass geplante Folgeaktivitäten abgesagt, verschoben oder auf digitale Plattformen verlagert wurden.

Gleichzeitig habe die Investition in den Gastland-Status einen zusätzlichen oder unerwarteten positiven Effekt gehabt. Das persönliche Kennenlernen während der Buchmesse habe es leichter gemacht, jetzt digital miteinander zu kommunizieren.  

Finden Sie hier den Buchshop Pankebuch – Die schönsten Bücher des Norwegens.

About businessportalnorwegen

View all posts by businessportalnorwegen →

× Featured

Löschdecke für Elektroautos: Feuerwehren in Schleswig-Holstein nutzen norwegische Lösung