Ungarn kauft norwegisches Luft-Verteidigungssystem für 410 Millionen Euro

Kjetil Reiten Myhra, Executive Vice President der Kongsberg Defence & Aerospace AS, unterzeichnete den Vertrag mit Ungarn.©Kongsberg

Kongsberg, 30. November 2020. Ungarn hat von dem norwegischen Rüstungskonzern Kongsberg Defence & Aerospace AS und dem amerikanischen Konzern Raytheon Missiles & Defense das National Advanced Surface-to-Air Missile System, NASAMS, gekauft. Ungarn ist das sechste NATO-Land und das zwölfte Land der Welt, das diese Mittelstreckenlösung für die operativen Luftverteidigung einsetzt. Der Vertragsumfang beträgt 410 Millionen Euro.

Durch die Auswahl von NASAMS und die Aufnahme in die größere NASAMS-Familie könne Ungarn die aktive Produktionslinie nutzen und so eine schnelle Lieferung und wettbewerbsfähige Preise für die ungarischen Streitkräfte sicherstellen, teilt der Kongsberg-Konzern mit. Das Programm werde eine langfristige industrielle Zusammenarbeit zwischen der ungarischen und der norwegischen Industrie ermöglichen.

„Mit NASAMS wird Ungarn das modernste und leistungsfähigste Mittelstrecken-Luftverteidigungssystem der Welt einsetzen. Die Modularität und offene Architektur von NASAMS ermöglichen die kontinuierliche Einführung neuer Technologien, um sicherzustellen, dass das System während seiner gesamten Lebensdauer an neue Bedrohungen und Missionen angepasst werden kann. Der Vertrag ist ein anhaltender Erfolg unserer Zusammenarbeit mit Raytheon Missiles & Defense auf dem Luftverteidigungsmarkt“, sagt Eirik Lie, Präsident von Kongsberg Defence & Aerospace AS.

Mit Japan hat Kongsberg Defence & Aerospace AS am 1. Dezember einen zweiten Folgevertrag über die Lieferung der Stealth-Luft-Boden-Rakete der 5. Generation für die japanische Flotte von F-35-Kampfflugzeugen abgeschlossen. Der Auftrag hat einen Wert von 820 Millionen NOK.

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