Equinor und SEE erhalten Kredite über 4,8 Milliarden GBP für weltweit größtes Offshore-Windprojekt

Für den Bau der ersten beiden Phasen des Windparks Dogger Bank haben Banken und Exportkreditinstitute die bisher größte Finanzierung für ein Offshore-Windprojekt zugesagt.©GE Renewables

Oslo, 26. November 2020. Equinor und SSE Renewables, die Bauherren und künftigen Betreiber des Windparkes Dogger Bank, haben die Finanzierung für den Bau des weltweit größten Windparkes gesichert. Für die ersten beiden Phasen des Projektes erhielten die Unternehmen eine Kreditzusage über 4,8 Milliarden GBP zuzüglich Nebenfazilitäten in Höhe von rund 0,7 Milliarden GBP. Dies ist insgesamt die bislang weltweit größte Finanzierung eines Offshore-Windprojektes.

„Das große Interesse der Kreditgeber untermauert die Attraktivität der britischen Offshore-Windkraftanlagen und das Vertrauen in SSE und Equinor“, sagt Pål Eitrheim, Executive Vice President von New Energy Solutions bei Equinor.

Mit dem starken Interesse der Kreditgeber habe sich die Dogger Bank A und B trotz beispielloser wirtschaftlicher Umstände aufgrund der globalen Coronavirus-Pandemie wettbewerbsfähige Bedingungen sichern können, teilt Equinor mit. Die letzte Gruppe von Kreditgebern bestand aus 29 Banken und drei Exportkreditagenturen.

Das Projekt soll in drei 1,2-GW-Phasen gebaut werden, wobei die ersten beiden Phasen gleichzeitig entstehen sollen. Daher werden auch die beiden Phasen gleichzeitig finanziert. Die Dogger Bank A und B erfordern jeweils Gesamtinvestitionen in Höhe von rund drei Milliarden GBP einschließlich der Investitionen für die Offshore-Übertragungsstation (OFTO). Die dritte Phase, Dogger Bank C, soll zu einem anderen Zeitpunkt entwickelt werden. Dementsprechend soll auch der finanzielle Abschluss zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

Equinor will bis 2050 ein Netto-Null-Energieunternehmen werden. Im Bereich Offshore-Wind will sich das Unternehmen zu einem weltweit führenden Player entwickeln, teilte das Unternehmen Anfang November mit. Seine derzeit installierte Kapazität soll sich bis 2035 auf zwölf bis 16 GW erhöhen, etwa 30-mal so hoch wie derzeit.

Equinor baut Offshore-Windcluster in der Nordsee, im Nordosten der USA und in der Ostsee und versorgt über eine Million europäische Haushalte mit erneuerbarem Strom aus Offshore-Wind. In Großbritannien betreibt das Unternehmen derzeit drei Offshore-Windparks, darunter den weltweit ersten schwimmenden Windpark Hywind Scotland. Neben der Weiterentwicklung der Dogger Bank plant Equinor die Erweiterung von zwei seiner britischen Windparks, um die Offshore-Windkapazität vor der Küste von Norfolk zu verdoppeln.

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