Norwegischer Investor plant Aufbau eines zentralen CO2-Umschlagplatzes in Deutschland

Paradis, 6. November 2020. Um deutsche Industrieunternehmen zu animieren, ihr im Produktionsprozess anfallendes CO2 nach Norwegen zu transportieren und dort unterirdisch zu lagern, will das norwegische Unternehmen CO2 Management AS in Deutschland einen zentralen Umschlagplatz für den Gastransport einrichten. Das Projekt soll der deutschen Industrie ab 2024 die Anlieferung des verflüssigten CO2 ermöglichen.

Gegenwärtig wird in Norwegen ein Lager für Kohlendioxid unter dem Meeresboden errichtet. Die erste kommerzielle Nutzung des Lagers vor der norwegischen Küste wird voraussichtlich im Jahr 2024 möglich sein. Das Endlager ist auch offen für die kommerzielle Lagerung von in Deutschland verursachtem CO2. Für die deutsche Industrie, als größtem CO2 Verursacher Europas, sei dies eine gute Möglichkeit, die Emissionen zu reduzieren, teilt CO2 Management mit. „Dieses Angebot ist konkurrenzlos, da es in Deutschland selbst kein CO2-Endlager gibt“, so Torsten Porwol, Geschäftsführer der CO2 Management AS.

Das flüssige CO2 aus den unterschiedlichen Industriestandorten soll an einem gemeinsamen Umschlagplatz gesammelt werden, um eine sichere Verschiffung nach Norwegen zu ermöglichen. Die Gesellschaft CO2 Management arbeitet an einer schnellen Umsetzung dieses Planes, denn der Umschlagplatz soll zeitgleich mit dem Endlager in Norwegen in Betrieb gehen. „Der Umschlagplatz bietet ein großes Wachstumspotenzial für den Standort und internationale Kooperationen“, so Porwol weiter.

Finden Sie hier Informationen des Northern Lights Projektes zu CCS in Norwegen.

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