Weltweit größte Testanlage für CO2-Transport in Norwegen eröffnet

Im Equinor-Werk in Porsgrunn wurde die weltweit größte Testanlage zum Transport von CO2 in Betrieb genommen. Ministerpräsidentin Erna Solberg (Mitte) eröffnete die Anlagen gemeinsam mit Brage Vanebo (links), und Morten Lillegårdsetre.©Ole Jørgen Bratland)

Porsgrunn, 30. Oktober 2020. Am Freitag, den 30. Oktober, eröffnete Norwegens Ministerpräsidentin Erna Solberg im Werk des norwegischen Energiekonzerns Equinor in Porsgrunn die mit Leitungen in einer Länge von 200 Metern weltweit größte Testanlagen zum Transport von Kohlendioxid. In der Anlage wird CO2 in Pipelines sowohl in gasförmiger als auch in flüssiger Form transportiert. Ziel ist es, mehr über das Verhalten von CO2 während des Pipeline-Transports zu erfahren.

Equinor transportiert seit 1996 CO2 vom Sleipner-Feld in der Nordsee und seit 2009 vom Snøhvit-Werk in Hammerfest. Beide Projekte hätten Equinor wichtige Informationen zum CO2-Transport geliefert, teilt das Unternehmen mit. In diesen Projekten wird das CO2 in gasförmiger bzw. flüssiger Form transportiert.

Jetzt haben Equinor und seine Partner Total, Gassnova und Gassco die Anlage modifiziert, um den Transport von CO2 als Gas und Flüssigkeit gleichzeitig untersuchen zu können. Dies soll dazu beitragen zu entscheiden, wo eine Pipeline-Route verlegt werden könnte und welche Stauseen genutzt werden könnten. Tests und Forschung sollen den Betrieb des CO2-Transport- und Speicherprojekts Northern Lights verbessern und die mit dieser neuen Branche verbundenen Kosten in Zukunft senken.

Die Testanlage wurde 1997 gebaut. Sie wurde verwendet, um den Transport verschiedener Kombinationen von Öl, Gas und Wasser in derselben Pipeline zu testen, den sogenannten Mehrphasentransport. Aus diesem Grund wird die Anlage als Mehrphasen-Rig bezeichnet. Insgesamt wurden mehr als eine Milliarde NOK in die Testanlage investiert, einschließlich Bauarbeiten und Anpassungen während des Betriebszeitraums. Die Einrichtung ist das Herzstück des Forschungszentrums von Equinor in Porsgrunn.

„Dies zeigt, wie Infrastruktur und Kompetenz der Öl- und Gasindustrie genutzt werden können, um die Bemühungen zur Abscheidung und Speicherung von CO2 zu beschleunigen. Dies ist eine Gelegenheit, eine neue Branche in Norwegen zu schaffen“, sagt Sophie Hildebrand, Chief Technology Officer bei Equinor.

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