Norwegisches Marine-Wasserstoff-Unternehmen TECO 2030 ASA geht an die Osloer Börse

TECO 2030 ASA hat den Handel am Merkur Market aufgenommen, einer multilateralen Handelsfazilität der Osloer Börse. Nun will das Unternehmen noch stärker in die Umgestaltung der weltweiten Schifffahrtsflotte auf null Emissionen investieren. 
©Thomas Brun / NTB/TECO 2030

Oslo, 13. Oktober 2020. Das norwegische Engineering-Unternehmen TECO 2030 ASA startete am 12. Oktober den Handel an der Oslo Børs Merkur Market. Die Aktien des IPO wurden zu einem Festpreis von 3,65- Euro pro Aktie verkauft, was einem Eigenkapitalwert von 44,- Millionen Euro entspricht. Im Zusammenhang mit dem IPO wurden insgesamt 2.000.000 neue Aktien ausgegeben, wodurch ein Bruttoerlös von ca. 7,3 Millionen Euro erzielt wurde. Im IPO wurden keine bestehenden Aktien verkauft. Nach der Ausgabe der neuen Aktien werden 12.000.000 Aktien im Umlauf sein. Ungefähr 65 Prozent des IPO’s ging an institutionelle Anleger und etwa 35 Prozent an Einzelanleger. Die Gesellschaft hat nun mehr als 530 Aktionäre.

“Mit dem IPO können wir unseren Beitrag zur Lösung eines der größten Umwelt-Rätsel unserer Zeit leisten: Wie wir die Emissionen einer immer größer werdenden globalen Schiffsflotte drastisch reduzieren können”, sagt Tore Enger, CEO der TECO 2030.

TECO 2030 arbeitet an Lösungen, die Schifffahrtsbranche durch die Implementierung neuer Technologien auf emissionsfreie Produkte umzustellen, wobei Brennstoffzellen auf Wasserstoffbasis nach Ansicht des Unternehmens die ultimative Lösung darstellen. Um diesem Bereich weiter zu entwickelt, ist TECO 2030 mit AVL, dem weltweit größten unabhängigen Unternehmen für die Entwicklung, Simulation und Erprobung von Antriebsstrangsystemen unter anderem für Schiffsmotoren eine strategische Partnerschaft eingegangen. Die Unternehmen wollen gemeinsam schlüsselfertige Konzepte zur Lösung aktueller und zukünftiger Umweltprobleme für die Schiffsindustrie anbieten.  Die Partnerschaft mit AVL, dem technischen Big Player, der mehr als 11.500 Mitarbeiter weltweit hat, ist der ideale Partner für uns. Angesichts der Tatsache, dass sich der Seeverkehr von 2015 bis 2050 voraussichtlich verdreifachen wird, müssen wir den CO2-Ausstoß und andere Emissionen aus der Schifffahrtsindustrie noch deutlich reduzieren“, sagt Tore Enger, Vorstandsvorsitzender von TECO 2030 ASA.

Im vergangenen Jahr haben TECO 2030 und AVL Marine bereits an einem anderen Projekt erfolgreich zusammengearbeitet. Man entwickelte gemeinsam den TECO Future Funnel, ein Abgasreinigungssystem der nächsten Generation, um die Emissionen von Verbrennungsmotoren erheblich zu reduzieren. Der TECO Future Funnel wurde aufgerüstet, um mehr Arten von Emissionen zu bewältigen. Das ultimative Ziel ist die emissionsfreie Verbrennung. Für die geplante Lieferung im vierten Quartal 2020 wurde bereits eine Absichtserklärung mit einem Kunden für zwei Abgasreinigungssysteme unterzeichnet, und die Produktionskapazität für eine erhebliche Anzahl von weiteren Abgasreinigungssystemen festgelegt.

Gegenwärtig arbeitet TECO 2030 gemeinsam mit Chemgas, dem Marktführer im Bereich Gastransport über Binnengewässer, und mit AVL an dem Blue Danube-Projekt, nach Auffassung von AVL möglicherweise das zur Zeit das ehrgeizigste Wasserstoffprojekt Europas. Es handelt sich um eine große Produktion von Wasserstoff aus Windkraft in Rumänien, der per Flussschiffen zu Kunden in Österreich und Deutschland transportiert wird. Das Konzept sieht die Produktion von 80.000 Tonnen grünem Wasserstoff pro Jahr vor. Es ist geplant, dass die neu gebauten Chemgas Schubschiffe mit TECO 2030-Brennstoffzellen angetrieben werden, die in Zusammenarbeit mit AVL entwickelt wurden.

TECO 2030 ist eine Ausgliederung der 1994 gegründeten TECO-Gruppe mit Hauptsitz in Oslo und mit 12 Niederlassungen und rund 130 Mitarbeitern weltweit.

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