Norwegen beteiligt sich am EU-Programm Horizon Europe

Oslo, 7. Oktober 2020. Norwegens Regierung hat grünes Licht für mehrere EU-Programme gegeben, die für die norwegische Wirtschaft und Industrie wichtig sind: Horizon Europe, das Digital Europe-Programm, den EU-Weltraumprogrammen und das Programm für Wettbewerbsfähigkeit und KMU COSMEHorizon Europe ersetzt Horizon 2020 und deckt den Zeitraum 2021 bis 2027 ab. Das Gesamtbudget beträgt 75,9 Milliarden Euro. Am Vorgängerprogramm Horizon 2020 war Norwegen intensiv beteiligt. Am 1. Januar 2021 wird Horizon Europe gestartet.

„Die norwegische Teilnahme an den Forschungs- und Innovationsprogrammen der EU ist ein wichtiges Instrument für die Internationalisierung und den Export. Norwegische Unternehmen werden Zugang zu Netzwerken, Fachwissen und Kapital haben, die die Grundlage für weiteres Wachstum bilden“, sagt Håkon Haugli, CEO der Wirtschaftsfördergesellschaft Innovation Norway, die norwegische Unternehmen bei der Bewerbung um die Teilnahme an EU-Förderprogrammen unterstützt.

Håkon Haugli, CEO von Innovation Norway

Im vergangenen Jahr war die Entwicklung für norwegische Unternehmen sehr positiv, die unter anderem mit dem EIC Accelerator der EU Rekordrenditen erzielten. Norwegischen Unternehmen wurden Zuschüsse und Eigenkapital in Höhe von insgesamt 500 Millionen NOK angeboten.   „Das macht mich zuversichtlich, dass norwegische Unternehmen auch in Zukunft gut gerüstet sind, um im Wettbewerb zu bestehen. Unsere Aufgabe ist es unter anderem, die norwegische Wirtschaft und Industrie für die Teilnahme an EU-Programmen zu mobilisieren und sie für den Wettbewerb mit Unternehmen aus ganz Europa vorzubereiten“, so Haugli weiter.

Innovation Norway soll zusammen mit dem Forschungsrat und anderen Institutionen dazu beitragen, dass diese Programme mit nationalen Instrumenten interagieren, um die Möglichkeiten der norwegischen Wirtschaft und Industrie für Internationalisierung und Export zu stärken.

Digital Europe betont den Einsatz neuer Technologien. Das Interesse der norwegischen Akteure war groß und das Programm wird zu einer stärkeren Digitalisierung der norwegischen Wirtschaft und Industrie beitragen können. COSME wird zur Skalierung beitragen und ist für norwegische KMU und Unternehmenscluster von großem Interesse.

„Jedes der Programme bietet großartige Möglichkeiten für die norwegische Wirtschaft und Industrie. Zusammen ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, die Synergieeffekte nutzen. Es ist für Unternehmen und Arbeitsplätze im ganzen Land von großer Bedeutung. Es ist erfreulich zu sehen, dass der Staatshaushalt Synergien zwischen den europäischen Programmen berücksichtigt. Innovation Norwegen ist zufrieden mit dem Vertrauen, das uns entgegengebracht wird, und wird unseren Teil dazu beitragen. Wir freuen uns auf den weiteren Dialog mit dem Bildungsministerium und dem Ministerium für Handel und Industrie über Norwegens Ambitionen und wie sie erreicht werden“, sagt Håkon Haugli.

In diesem Sommer erlebten norwegische Unternehmen den größten Durchbruch im EU-Programm Fast Track to Innovation (FTI), das sich an innovative Unternehmen mit Lösungen richtet, die schnell auf den Markt gebracht werden können. Sechs norwegische Unternehmen haben Zugang zu großen Summen erhalten, um den Weg zur Markteinführung zu finanzieren, so die innovativen Kühlüberwachungssysteme von TAG Sensors und die Handprothesen von Hy5. An zwei der Projekte beteiligen sich norwegische Unternehmen als Partner, und an vier Projekten ist der Projektmanager ein Unternehmen aus Norwegen. Insgesamt können die sechs Projekte bis zu 180 Mio. NOK erhalten. Alle Projekte schließen derzeit ihre Verträge mit den Projektpartnern und der Europäischen Kommission ab. 

Die norwegische Wirtschaftsförderagentur Innovation Norway unterstützt norwegische Unternehmen bei ihren Bemühungen um EU-Fördergelder, begleitet norwegische Firmen in neue Märkte und ist ein wichtiger Player bei der Unterstützung unternehmerische Maßnahmen im Bereich Klima und Umwelt. Im jetzt vorgestellten Staatshaushalt 2021 werden Innovation Norway, der norwegische Forschungsrat und Shiva im kommenden Jahr insgesamt 333 Millionen NOK für Maßnahme im Bereich „Grüne Plattform“ von der Grundlagenforschung über Innovation bis hin zur Kommerzialisierung verwalten.

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