Norwegens Milliardäre mit Verlusten und Gewinnen in der Corona-Krise

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Oslo, 24. September 2020. Die Corona-Krise hat einige der reichsten Norweger hart getroffen. Insgesamt jedoch hielten sich die Verluste Grenzen. Wie aus der jetzt veröffentlichten Liste der 400 reichsten Norweger hervorgeht, die die norwegische Zeitschrift Kapital veröffentlicht hat, wurden in den vergangenen Monaten Vermögenswerte in Höhe von  sieben Milliarden NOK vernichtet.

Reichster Norweger ist John Fredriksen mit einem Vermögen von 104 Milliarden NOK. Fredriksen gilt als der weltweit größten Reeder und ist größter Aktionär mehrerer börsennotierter Unternehmen. Gegenüber dem Vorjahr hat der Investor zehn Milliarden NOK verloren, nicht zuletzt durch den Rückgang der Mowi-Aktie.

Besonders hart getroffen hat es Torstein Hagen, Inhaber der Viking Cruises. Nach Angaben von Kapital verlor Hagen durch die Corona-Krise etwa zwei Drittel seines Vermögens, da seine Kreuzfahrtschiffe seit mehreren Monaten nicht mehr auslaufen können. Zu den Verlierern gehört auch Hotelkönig Petter Stordalen, dessen 200 Hotels in diesem Jahr ohne Gäste blieben. Seine Hotelkette Nordic Choice erhielt staatliche Unterstützung.

Gewinner der Situation sind Inhaber von Lebensmittelketten wie Odd Reitan, Besitzer der Einzelhandelskette Rema 100. Er steht mit einem Vermögen von 44,5 Milliarden NOK auf Platz zwei der Liste. Sein Vermögen wuchs gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Milliarden NOK. Auch der Lachs-Milliardär Gustav Witzøe, dem etwa die Hälfte des Lachszuchtunternehmens SalMar gehört, hat laut Kapital sein Vermögen im letzten Jahr um drei Milliarden NOK erhöht.

Insgesamt gibt es 2020 in Norwegen laut der Liste 362 Milliardäre, 21 mehr als im Vorjahr. Darunter befinden sich 51 Frauen. Die 400 reichsten Norweger verfügen über ein Vermögen von 1.401 Milliarden NOK – wobei nicht alle Norweger ihren Wohnsitz in Norwegen haben.

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