ASKO und NorgesGruppen gründen Reederei zum Einsatz autonomer elektrischer Schiffe auf dem Oslofjord

Das Transportunternehmen Asko hat in Indien den Bau von zwei Seedrohnen in Auftrag gegeben, die die Asko-Lager zwischen Vestby im Osten und Sande im Westen Norwgens in einer voll elektrischen Transportkette verbinden sollen. Kongsberg Maritime wird die Schiffe mit Technologie für den autonomen Betrieb aufrüsten©

Skøyen, 2. September 2020. Die norwegische Lebensmittel-Spedition ASKO und der Lebensmittel-Großhändler NorgesGruppen ASA haben die ASKO Maritime AS zum Betrieb autonomer elektrischer Schiffe über den Oslofjord gegründet. Gleichzeitig hat das Unternehmen einen Vertrag über den Bau von zwei autonomen und elektrisch angetriebenen Schiffen mit der Cochin Shipyard in Indien unterzeichnet. Die Seedrohnen sollen Teil einer vollelektrischen Transportkette sein, um einen effizienten und emissionsfreien Transport von Lebensmitteln in ganz Norwegen zu gewährleisten.


Die zwei selbstfahrende RoRo-Schiffe mit einer Kapazität von 16 Sattelaufliegern sollen zwischen Moss und Holmestrand verkehren und das ASKO-Zentrallager in Vestby in Akershus mit dem ASKO-Regionallager in Sande in Vestfold (im Bau) verbinden. Das Be- und Entladen erfolgt mit elektrischen Terminal-Traktoren, die schließlich auch unbemannt arbeiten werden. Elektro-Lkw transportieren die Waren zwischen den Häfen und den Lagern von ASKO.

Wie das Unternehmen mitteilt, werden mit der geplanten Transportkette Lkw-Fahrten über zwei Millionen Straßenkilometer jährlich eingespart, was 5.000 Tonnen weniger CO2-Emissionen entspricht.

Für den Bau der Drohnen hat ASKO bereits im vergangenen Herbst 119 Millionen NOK staatliche Beihilfe von ENOVA erhalten. 

ASKO bietet auch anderen Unternehmen an, die autonomen Schiffe zwischen Moss und Horten für Warentransporte zu nutzen. Auch Überquerungen in anderen Küstenabschnitten seien möglich. Das Konzept der elektrischen Transportkette kann in anderen Gebieten Norwegens und im Ausland weiterentwickelt und angewendet werden, um den Verkehr auf stark überlasteten Straßen zu verringern und die CO2-Emissionen zu senken. “Wir wollen ein führender Akteur bei der Entwicklung und beim Angebot emissionsfreier Seetransporte werden und nachhaltige und innovative Logistiklösungen fördern”, sagt Torbjørn Johannson, Vorstandsvorsitzender des neu gegründeten Unternehmens.

Der Integrationspartner von ASKO, Kongsberg Maritime, wird die Schiffe mit Technologie für den autonomen Betrieb aufrüsten. Die beiden Schiffe sollen um die Jahreswende 2021/22 von der Werft in Indien geliefert werden. Nach der Auslieferung starten die Schiffe im konventionellen Betrieb mit reduzierter Besatzung. Ziel ist es, dass die Schiffe ab 2024 unbemannt fahren.

Zu den Kooperationspartnern des Projekts gehören der Hafen Moss, NOAH / Fabritius, Kongsberg Maritim, Massterly, Naval Dynamics und Flowchange.

Kontakt:
Kai Just Olsen, Generaldirektor, ASKO Maritime
Tel.:+47 941 35 270

Torbjørn Johannson, Vorsitzender ASKO
torbjorn.johannson@joh.no

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