Untersuchung des Meeresbodens für Glasfaserkabel zwischen Norwegen und Großbritannien abgeschlossen

Die MV Fugro Galaxy hat die Untersuchung des Meeresbodens für die Verlegung des Glasfaserkabels zwischen Newcastle und Stavanger abgeschlossen. Im kommenden Jahr soll das High-Speed-Kabel in Betrieb gehen.©Green Mountain

Stavanger, 18. August 2020. Das Unterwasser-Kabelprojekt NO-UK, das Newcastle mit Stavanger, dem norwegischen Landepunkt des Rechenzentrums Green Mountain (DC1-Stavanger), verbinden soll, hat einen neuen Meilenstein erreicht. Die mehrwöchige Untersuchung des Meeresbodens in der Nordsee ist nun abgeschlossen und das Projekt soll 2021 in Betrieb gehen. Dieses 700-Kilometer-lange-Unterwasser-Glasfaserkabel soll die Datenkapazität zwischen Norwegen, Großbritannien und dem Rest der Welt erheblich erhöhen, teilt Green Mountain mit.

Am 17. August hat das Schiff MV Fugro Galaxy die letzten Arbeiten außerhalb des geplanten Landepunkts im Rechenzentrum von Green Mountain (DC1-Stavanger) abgeschlossen. Der Zweck der Erhebungen bestand darin, Meeresbodendaten zu sammeln, anhand derer die endgültige Route für das Glasfaserkabel und der am besten geeignete Kabeltyp bestimmt werden können.

Dieses Hochgeschwindigkeits-Glasfaserkabel werde die Datenkommunikation von und nach Norwegen erheblich verbessern, teilt das Unternehmen mit. Dies sei wichtig für die Geschäftswelt, für private Verbraucher und für die Gesellschaft im Allgemeinen und stärke auch Norwegens Position als attraktiver Ort für Investitionen in neue Rechenzentren.

“Wir freuen uns, dass das Projekt trotz der mit der Situation von Covid-19 verbundenen Herausforderungen planmäßig verläuft. Nächstes Jahr kann die eigentliche Installation des Kabels beginnen, und es wird Ende 2021 betriebsbereit sein”, sagt Geir Ims, Vorstandsvorsitzender von NO-UK.

Mehrere internationale Konnektivitätsanbieter hätten bereits Vereinbarungen unterzeichnet und würden dieses neue Untersee-Kabel als neue Konnektivitätsautobahn zwischen Norwegen und Großbritannien nutzen, so Tor Kristian Gyland, CEO von Green Mountain. Mit verbesserter Ausfallsicherheit und reduzierter Latenz biete die Region Stavanger jetzt eine realistische Alternative zum Rechenzentrumscluster in London.

“In den letzten sechs Monaten haben britische Kunden massives Interesse gezeigt. Vor allem wegen des aktuellen Strompreisniveaus in der Region Stavanger. Heute, am 18. August 2020, beträgt der Spotmarktpreis für Strom in der Region Stavanger 4,70 Euro pro MWh gegenüber 42,17 Euro in Großbritannien”, so Gyland weiter.

Hinter dem Projekt steht ein Konsortium aus Green Mountain, Lyse, Haugaland Kraft und BKK, der Hatteland Group und Ryfylke IKS. Das Glasfaserkabel wird von Altibox Carrier betrieben. Die Gesamtinvestition beträgt ca. 600 Millionen NOK.

Green Mountain betreibt in Norwegen mehrere Datenzentren. Das Rechenzentrum in der Nähe von Stavanger (DC1-Stavanger) befindet sich tief in einem Berg in einem ehemaligen Hochsicherheits-Munitionslager der NATO.

Das Rechenzentrum in Telemark (DC2-Telemark) befindet sich in der „Wiege der Wasserkraft“ in Norwegen und befindet sich in unmittelbarer Nähe mehrerer lokaler Wasserkraftwerke.

Das Rechenzentrum in Enebakk (DC3-Oslo) befindet sich derzeit im Bau und liegt etwas außerhalb von Oslo.

Sehen Sie hier ein Videos der MV Fugro Galaxy vor dem DC1-Stavanger von Green Mountain.

About businessportalnorwegen

View all posts by businessportalnorwegen →

× Featured

Löschdecke für Elektroautos: Feuerwehren in Schleswig-Holstein nutzen norwegische Lösung