Wintershall Dea schließt Bohrungen auf dem Dvalin-Feld in der norwegischen See ab

Während der Bohrungen im Dvalin-Feld hatte das Team der Transocean Arctic Plattform am Jahresanfang mit schwierigen Wetterbedingungen zu kämpfen. Trotzdem lieferte es hervorragenden Ergebnissen ab. Es gab keinerlei Unfälle. Der Zeit- und Kostenplan wurde eingehalten.©Wintershall Dea

Stavanger, 12. August 2020. Das Erdöl- und Erdgasunternehmen Wintershall Dea hat die Bohrungen auf dem Dvalin-Feld in der norwegischen See abgeschlossen. Damit befindet sich das Projekt jetzt in der letzten Entwicklungsphase vor dem Start der Gasproduktion. Damit konnte Wintershall Dea die Vier-Brunnen-Kampagne im vorgesehenen Budget innerhalb eines Jahr realisieren.

„Der Abschluss der Bohrungen auf dem Dvalin-Feld zeigt unser kontinuierliches Engagement für die Entwicklung unserer Entdeckungen auf dem norwegischen Festlandsockel. Trotz beispielloser Herausforderungen sind wir jetzt in der Lage, in die letzte Entwicklungsphase von Dvalin einzutreten und unser Produktionsprofil in Norwegen zu verbessern“, sagte Thomas Kainer, Senior Vice President von Wintershall Dea für das Dvalin-Projekt.

Dvalin ist im Gebiet Haltenbanken in der norwegischen See mit der nahe gelegenen Heidrun-Plattform verbunden. Die Fertigstellung der vier Hochdruck- und Hochtemperaturbohrungen (HPHT) ist einer der letzten wichtigen Meilensteine bis zum Produktionsbeginn von Dvalin.

Insgesamt bohrte Wintershall Dea 18.203 Meter auf dem Dvalin-Feld und lieferte die vier neuen Bohrlöcher von der Transocean Arctic Plattform mit hervorragenden HSE-Ergebnissen. „Das Team von Wintershall Dea und unsere Auftragnehmer haben mit hervorragender HSE sowie hoher Qualität und Effizienz geliefert. Wir haben das Wetter selten so lange so hart gesehen. Und so etwas wie das Corona-Virus haben wir noch nie erlebt. Die Lieferung dieser Bohrlöcher unter diesen Umständen auf diesen hohen Standard zeigt einen unglaublichen Team-Geist“, sagte Tore Øian, Wintershall Dea, Dvalin Drilling Manager.

Das Dvalin-Feld wird unter Verwendung einer Unterwasserschablone auf dem Meeresboden als Unterwasserverbindung zur Heidrun-Plattform entwickelt. Durch die Schablone wurden vier Brunnen gebohrt. Versorgungsleitungen verbinden die Struktur mit Heidrun. Auf der Heidrun-Plattform wurde ein neues 4.500-Tonnen-Modul zur Aufbereitung und Verdichtung von Gas installiert.

Das Gas aus Dvalin wird über eine 14,9 Kilometer lange Pipeline zum Heidrun-Feld transportiert. Von dort wird es über eine 7,5 Kilometer lange Pipeline zur Polarled-Fernleitung geleitet, bevor es am Onshore-Gasterminal von Nyhamna zu Trockengasspezifikationen weiterverarbeitet wird.

Sehen Sie hier ein Video zu den Bohrungen im Dvalin-Feld.

Das Erdgas- und Erdölunternehmen Wintershall Dea ist es trotz Corona-Krise und des Rückgangs der Ölpreise gelungen, die Produktion im zweiten Quartal dieses Jahres bei 606.000 boe/Tag zu halten. Wie aus den am 19. August vorgelegten Zahlen zur Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal 2020 hervorgeht, sanken die Produktionskosten auf nun 3,5 $/boe. Dies biete dem Unternehmen eine stabile und widerstandsfähige Kostenstruktur, heißt es in einer Pressemitteilung. Zusätzlich hätte Wintershall Dea schnell und entschlossen gehandelt, um die Bilanz abzusichern.“Das vergangene Quartal war ohne Zweifel eines der herausforderndsten für unsere Branche seit langem. Umso mehr freut mich unsere Leistung und wie wir diesen Herausforderungen als Unternehmen begegnet sind”, erklärte Mario Mehren, Vorstandsvorsitzender der Wintershall Dea.

Der erneut starke Rückgang der Öl- und Gaspreise im zweiten Quartal habe die Finanz- und Ertragslage beeinflusst. Trotzdem sei Wintershall Dea weiterhin gut aufgestellt. Die strategischen Ziele habe man fest im Blick, die für 2020 geplanten Projekte seien auf Kurs.

In Norwegen hat die Regierung im Juni 2020 aufgrund der COVID-19-Situation vorübergehende Änderungen im Erdölsteuersystem beschlossen. Das bringt den Unternehmen der Öl- und Gasindustrie in Norwegen noch in diesem Jahr einen Liquiditätseffekt. Eine entsprechende Steuer-Rückerstattung erwartet Wintershall Dea Norge in der zweiten Jahreshälfte.

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