Bane NOR startet Ausschreibung für den Bau der längsten Eisenbahnbrücke Norwegens

Bane NOR lädt Unternehmen zur Vorqualifizierung für die Ausschreibung zum Bau der Tangenvika-Eisenbahnbrücke ein. Es wird die längste Eisenbahnbrücke Norwegens.©Illustration Bane NOR

Oslo, 23. Juli 2020. Bane NOR hat in dieser Woche mit der Einladung zur Vorqualifizierung die Ausschreibung für den Bau der Tangenvika-Eisenbahnbrücke auf der Dovre-Linie gestartet. Nachdem das Bahnprojekt zum zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke zwischen Kleverud und Sørli mit einer Länge von 15,8 Kilometern im März dieses Jahres wegen der Corona-Krise vorübergehend gestoppt wurde, will Bane NOR nun die Ausschreibungsunterlagen so schnell wie möglich auf den Markt bringen. Inzwischen hat das norwegische Parlament Storting neue Mittel im überarbeiteten Staatshaushalt für das Bauvorhaben bereitgestellt. Die Frist für die Einreichung eines Antrags auf Vorqualifizierung endet am 15. September.

Der jetzt ausgelagerte Vertrag  beinhaltet den Bau der Tangenvika-Eisenbahnbrücke und die Anbindung an beiden Enden der Brücke. Die Brücke wird mit einer Länge von über eintausend Metern die längste Eisenbahnbrücke Norwegens. Sie wird den Mjøsa-See zwischen Espa und der Tangen-Halbinsel überqueren. 

Die neue Eisenbahnbrücke verbindet Espa mit der Tangen-Halbinsel.©Bane NOR

Bane NOR will mit der frühzeitigen Einbeziehung der Auftragnehmer einen wettbewerbsorientierten Dialog führen, der den Lieferanten ein besseres Verständnis für die Anforderungen und Erwartungen von Bane NOR geben soll. 

“Mit dem Abschluss der Projekte zwischen Kleverud und Åkersvika (Hamar) im Jahr 2027 wird der Zugverkehr nach Hamar erheblich verbessert”, sagt der stellvertretende Entwicklungsleiter Birger Steffensen. “Wir werden eng mit Auftragnehmern, Beratern, Nachbarn und der Gemeinde zusammenarbeiten, um die Projekte vorhersehbar, sicher und so sanft wie möglich für die Umgebung durchzuführen.”

Das Projekt ist ein wichtiger Bestandteil der InterCity-Initiative, die einen verbesserten Zugverkehr in Ostnorwegen ermöglichen soll. Auf der Dovre-Linie bedeutet dies eine Verkürzung der Fahrzeit zwischen Hamar und Oslo auf weniger als eine Stunde. 

Die Entwicklung der Doppelspur auf der Dovre-Linie ist in mehrere zeitlich unterschiedliche Projekte unterteilt. Unter anderem gehören der Bau eines 3,1 Kilometer langen Tunnels und eines neuen Bahnhofs dazu. 

Finden Sie hier Unterlagen zur Ausschreibung (in norwegischer Sprache)

Finden Sie hier mehr Informationen zum Bauprojekt.

About businessportalnorwegen

View all posts by businessportalnorwegen →

× Featured

Corona-Krise löst in Norwegen Digitalisierungsboom im Gesundheitswesen aus