Kværner und Aker Solutions fusionieren

Die Aktivitäten von Aker Solutions im Bereich Offshore-Wind- und CO2-Abscheidung werden mit der Fusion mit Kværner in eigenständige Unternehmen verlagert.©Aker Solutions

Oslo, 17. Juli 2020. Die beiden norwegischen Unternehmen Kværner ASA („Kværner“) und Aker Solutions ASA („Aker Solutions“) haben heute ihre Fusionspläne bekannt gegeben. Mit einem Zusammenschluss soll ein neues Zulieferunternehmen mit einer stärkeren Position geschaffen werden, das eine nachhaltige, kohlenstoffarme Öl- und Gasförderung unterstützen und die Entwicklung erneuerbarer Energien für die Industrie beschleunigen will. 

„Durch die Kombination der beiden Unternehmen und ihrer sich ergänzenden Ressourcen können wir einer globalen Energiewirtschaft ein umfassenderes Angebot bieten“, sagt Leif-Arne Langøy, derzeitiger Vorsitzender von Kvaerner und vorgeschlagener Vorsitzender des neuen Unternehmens.

Durch den Zusammenschluss entstehe eine Organisation mit der erforderlichen Größe und Finanzkraft, um auf dem wachsenden Markt für erneuerbare und nachhaltige Energie wettbewerbsfähig und erfolgreich zu sein und Wert für Aktionäre, Kunden und die Gesellschaft zu schaffen, teilt Kværner mit. Angeboten werden Konzept- und Systemlösungen für erneuerbare Energien und Dekarbonisierungsprojekte in den Bereichen Offshore-Wind, Kohlenstoffabscheidung, -nutzung und -speicherung, Elektrifizierung und aufstrebende Energiesegmente wie Wasserstoff. Das gemeinsame Unternehmen will seine globale Präsenz im Bereich Brownfield Services und Subsea nutzen, um in internationale Märkte für erneuerbare Energien einzutreten.

Die Konsolidierung erfolge in Form einer gesetzlichen Fusion, bei der Aker Solutions ASA Kværner ASA gemäß dem norwegischen Gesetz über Aktiengesellschaften übernimmt. 

Aker Solutions hatte zu Beginn des Jahres 2020 rund 16.000 und Kvaerner rund 2.800 Mitarbeiter. “Als Anpassung an sich ändernde Märkte haben beide Unternehmen vor dem Zusammenschluss die notwendigen Anpassungen von Kapazitäten, Kosten und Positionen vorgenommen”, heißt es in der Mitteilung. Der größte Teil des Personalabbaus werde vor dem Zusammenschluss erfolgen. Die Fixkosten sollen von 2019 bis 2021 auf Jahresbasis um etwa 1,5 Milliarden NOK sinken.

Das kombinierte Unternehmen wird rund 15.000 Mitarbeiter an mehr als 50 Standorten in 25 Ländern beschäftigen. In Norwegen sollen rund 8.000 Mitarbeiter bleiben. Der kombinierte Umsatz der Unternehmen belief sich im Jahr 2019 auf 38 Milliarden NOK bei einem EBITDA von 2,7 Milliarden NOK (einschließlich Sondereinflüssen).

Mit der Fusion erhalten die Unternehmensgruppen neue Strukturen. Die Offshore-Wind- und CO2-Abscheidungsaktivitäten von Aker Solutions werden in die Unternehmen Aker Offshore Wind und Aker Carbon Capture aufgeteilt. Die Aker Kvaerner Holding, an der der Staat beteiligt ist, wird aufgelöst. “Wir haben vereinbart, die Aker Kvaerner Holding aufzulösen. Es gab einen guten Dialog darüber, und beide Parteien halten es für am angemessensten, direkte Eigentümer der Unternehmen zu werden, die wir bisher gemeinsam über die Aker Kværner Holding besessen haben”, sagt Handels- und Industrieministerin Iselin Nybø. 

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