AHK Norwegen lädt zur Geschäftsreise Medizintechnik/ E-Health nach Norwegen ein

©AHK Norwegen

Oslo, 26. Juni 2020. Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) organisiert die Deutsch-Norwegische Handelskammer vom 19. bis 21. Oktober 2020 in Zusammenarbeit mit dem bitkom Arbeitskreis E-Health eine digitale Leistungsschau zum Thema Medizintechnik mit Fokus auf E-Health in Norwegen. Das Programm ist vor allem auf kleine und mittelständische deutsche Unternehmen zugeschnitten.

Zentraler Baustein des Projekts ist eine digitale Präsentationsveranstaltung, die über die die Leistungsstärke und Lösungsansätze deutscher Unternehmen aus dem Bereich E-Health informiert. Die teilnehmenden deutschen Unternehmen erhalten die Möglichkeit, dem norwegischen Fachpublikum wie Unternehmen, Verwaltungen, Verbänden und Institutionen ihre Produkte, Dienstleistungen und mögliche Kooperationsfelder vorzustellen. Zur Veranstaltung werden potenzielle Kunden und Geschäftspartner explizit eingeladen. Es besteht die Möglichkeit für Fragen und Diskussionen mit dem Publikum. Somit sollen ein fachlicher Austausch und der Informationstransfer zwischen den Branchen beider Länder gewährleistet werden. Digitale Objektbesichtigungen am Folgetag runden das Programm ab.

Teilnehmer erhalten folgende Leistungen:

  • Präsentation der eigenen Lösungen und Produkte vor einem norwegischen Fachpublikum (digitale Veranstaltung)
  • Zielmarktanalyse über bestehenden Marktpotenziale und die damit verbundenen Geschäftschancen
  • Individuelles Gespräch zur Definition der norwegischen Zielgruppe(n)
  • Übersicht überpotenzielle norwegische Geschäftskontakte
  • Kontaktherstellung mit interessierten norwegischen Firmen
  • Digitale Objektbesichtigungen

Teilnahmebedingungen:

Das Projekt ist Bestandteil des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme an dem rein virtuellen Projekt ist aktuell um die Hälfte reduziert. Er beträgt derzeit in Abhängigkeit von der Größe des Unternehmens:

  • 250 EUR (netto) für Teilnehmer mit weniger als 2 Mio. EUR Jahresumsatz und weniger als 10 Mitarbeitern
  • 375 EUR (netto) für Teilnehmer mit weniger als 50 Mio. EUR Jahresumsatz und weniger als 500 Mitarbeitern
  • 500 EUR (netto) für Teilnehmer ab 50 Mio. EUR Jahresumsatz oder ab 500 Mitarbeitern

Interessierte Unternehmen können sich um eine Teilnahme bis zum 17. Juli 2020 bewerben.

In ihrer Einladung schreibt die Deutsch-Norwegische Handelskammer: Mit seinen rund fünf Millionen Einwohnern ist Norwegen zwar ein vergleichsweiser kleiner Markt, aufgrund seiner Investitionsbereitschaft und seiner Abhängigkeit vom Import medizintechnischer Ausrüstung handelt es sich dennoch um einen attraktiven Absatzmarkt für innovative Lösungen. Die Möglichkeiten für Unternehmen aus dem Ausland sind günstig, da der Bedarf nach Innovationen stetig wächst. Ein eindeutiger Standortfaktor ist die beinahe flächendeckende Verfügbarkeit der notwendigen digitalen Infrastruktur. Außerdem ist die Gesellschaft an die Nutzung digitaler Lösungen im Alltag gewohnt und geht offen mit den eigenen Daten um.

Der Pflege- und Gesundheitssektor stehen durch einen wachsenden Personalbedarf bei gleichzeitig sinkender Zahl der Berufstätigen vor großen strukturellen und ökonomischen Herausforderungen. Der Bedarf an modernen Gesundheitstechnologien, wie zum Beispiel Roboter und Sensoren sowie digitale Unterstützungshilfsmittel für ältere Menschen, steigt. Da die Effizienz des Gesundheitssektors verbessert werden soll, wird den Lebenszykluskosten von Produkten besondere Beachtung geschenkt. Ein wichtiger Schwerpunkt ist außerdem die Krankheitsprävention, wodurch die Verbraucher eine höhere Verantwortung für die eigene Gesundheit tragen. Somit soll der wachsende Ressourcenverbrauch eingedämmt und der Bedarf für Gesundheitspersonal reduziert werden. Darüber hinaus wird eine gesteigerte Qualität der Dienstleistungen in der Pflege, eine höhere Patientensicherheit sowie gleichwertige Angebote im Gesundheitswesen in allen Landesteilen angestrebt. Das übergeordnete Ziel ist es, für die passende Behandlung zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sorgen.

Besonders in der Telemedizin, mHealth und bei Lösungen für Fernüberwachungen und -diagnostik wird ein Wachstum erwartet. Für norwegische Kommunen sind vor allem Lokalisierungs-, Warn- und Alarmtechnologien (GPS), elektronische Medikamentendispenser und Türschlösser, Lösungen für die digitale Betreuung und Überwachung (z.B. durch Sensoren und Kameras) zu Hause und in Heimen sowie moderne Patientenwarnsysteme in Pflegeheimen und Einrichtungen des betreuten Wohnens (passive Warnsysteme), aber auch mobile, digitale «Notfallknöpfe» interessant. Neben Patienten mit chronischen Erkrankungen stellen Patienten mit komplexen Krankheitsbildern oder mit Bedarf für Langzeitbetreuung weitere wichtige Zielgruppen dar. Es werden Hilfsmittel und Investitionsgüter benötigt. Vor allem für Lieferanten neuer, innovativer Produkte bestehen sehr gute Potenziale. Es wird großen Wert auf Lösungen mit offenen Schnittstellen gelegt.

Ausführliche Informationen zum Projekt inkl. Programm sowie Fakten zum norwegischen Gesundheitsmarkt finden Sie hier.

Kontakt:
Maret Petersson, Projektleiterin
Tel.: +47 22 12 82 35
mp@handelskammer.no

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