Acht neue Gebiete in der Barentssee für Öl- und Gasexplorationen vorgesehen

Vorgeschlagene Gebiete zur Exploration in der Barentssee. Im Gebiet unmittelbar an der Küste sollen keine Öl- und Gasaktivitäten gestartet werden.©Norwegisches Ministerium für Petroleum und Energie

Oslo, 24. Juni 2020. Das Ministerium für Erdöl und Energie will in der 25. Genehmigungsrunde für neue Öl- und Gasbohrlizenzen neun Gebiete anbieten, von denen acht Gebiete in der Barentssee und ein Gebiet in der Norwegischen See liegen. Dabei handelt es sich um weniger bekannte und erforschte Gebietet. Ein entsprechender Vorschlag wurde zur öffentlichen Konsultation vorgelegt.

Der Prozess der Auswahl neuer Gebiete in der Barentssee war bis zur Verabschiedung des neuen Bewirtschaftungssplans für Meeresgebiete vor Norwegen und des Verlaufs der neuen Eiskante Anfang Juni vdurch das norwegische Parlament Storting unterbrochen. Die Eiskante legt fest, wie weit südlich in der Barentssee nach Öl und Gas gebohrt werden dar.

“Der regelmäßige Zugang zu neuen Explorationsgebieten ist für die Aufrechterhaltung der Aktivitäten auf dem norwegischen Festlandsockel von entscheidender Bedeutung. Durch die Einleitung der 25. Lizenzrunde und die jährlichen Zuweisungen in vordefinierten Gebieten – APA – erhält die Öl- und Gasindustrie Zugang zu Land in weniger bekannten Gebieten. Die Lizenzrunden sind eine der Säulen der Erdölpolitik”, sagte Tina Bru, Ministerin für Erdöl und Energie. Das Hauptziel der Erdölpolitik der Regierung bestehe darin, die rentable Öl- und Gasförderung langfristig zu fördern. Vorhersehbare Rahmenbedingungen seien dabei ein wichtiger Bestandteil, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums. 

“Die letzten Monate waren besonders für die Ölunternehmen und die Zulieferindustrie eine besondere Herausforderung. Es ist wichtig, die langfristigen Aussichten einer Krise nicht aus den Augen zu verlieren. Wir brauchen neue Entdeckungen, um die Beschäftigung und die Wertschöpfung auch in Zukunft aufrechtzuerhalten. Ich bin nach bestem Wissen und Gewissen davon überzeugt, dass die Möglichkeiten, die wir jetzt in der Barentssee und in der Norwegischen See bieten, für die Unternehmen attraktiv sein und im Laufe der Zeit zur Steigerung der Wertschöpfung und Aktivität im Norden beitragen werden”, so die Ministerin weiter.

Die Regierung geht davon aus, dass in diesen Gebieten neue, große Entdeckungen gemacht werden. Die Exploration in diesen Gebieten sei daher von entscheidender Bedeutung, um das Produktions- und Aktivitätsniveau auf dem norwegischen Festlandsockel im Laufe der Zeit aufrechtzuerhalten, 

In der Konsultationsrunde werden Unternehmen und Institutionen nun um Informationen und Stellungnahmen zum Vorschlag der Regierung gebeten. Die Konsultationsfrist für die 25. Lizenzrunde ist der 26. August 2020. Die Gebiete der Lizenzrunde werden im Herbst dieses Jahres veröffentlicht, die Bewerbungsfrist ist für das neue Jahr geplant, die Zuteilung soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2021 erfolgen.

Finden Sie hier mehr Informationen zur 25. Konsultationsrunde.

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