Sunnhordland Naturgass AS plant zehn neue Biogasanlagen in Norwegen

Norwegens Minister für Klima und Umwelt, Sveinung Rotevatn, legte am 29. Mai den Grundstein für eine neue Biogasanlage in Stord. Rechts im Bild: Jan Kåre Pedersen, General Manager der Sunnhordland Naturgass AS.©Sunnhordland Naturgass AS 

Stord, 29. Mai 2020. Das Unternehmen Sunnhordland Naturgass AS wird in der Gemeinde Stord eine Biogasanlage für 120 Millionen NOK bauen. Klima- und Umweltminister Sveinung Rotevatn legte den Grundstein für die Anlage. Wie das Unternehmen mitteilt, ist der Bau von insgesamt zehn großen Anlagen in Norwegen mit Investitionen in Milliardenhöhe geplant. In der Startphase seien staatliche Zuschüsse, Darlehen und Garantien notwendig, sagte General Manager Jan Kåre Pedersen.

In der neuen Anlage sollen Abfälle aus Landwirtschaft, Fischerei und Haushalten in große Energiemengen umgewandelt werden. “Dies ist ein sehr wichtiges Projekt. Hier geht es nicht nur um Kreislaufwirtschaft oder um neue Arbeitsplätze oder nur um Treibhausgasreduzierung, sondern um alles zusammen”, sagt Rotevatn. Dieses Projekt sei ein wichtiger Teil des Gesamtbildes.

Die Anlage in Stord gilt bereits im ersten Betriebsjahr als rentabel. Hier wird eine völlig neuen Biogasextraktionstechnologie angewendet, die von Norwegian Antec Biogass in Zusammenarbeit mit der norwegischen Universität für Umwelt und Biotechnologie in Ås (NMBU) entwickelt wurde. Die Extraktionstechnologie wird zum ersten Mal  im kommerziellen Betrieb eingesetzt. Die Anlage in Stord werde daher auch als Schaufenster für diese Technologie dienen, die international große Aufmerksamkeit erregt hat. Dies liege daran, dass die Reaktoren nur fünf bis sieben Tage damit verbringen, Abfall in wertvolles Gas umzuwandeln, teilt das Unternehmen mit. Außerdem werde Gas, das normalerweise als Abfall gilt, extrahiert und CO2, das bisher bei Biogasanlagen in die Atmosphäre gelangt, aufgefangen.

Bei voller Kapazität sollen die Antec-Biogas-Reaktoren jährlich 55.000 Tonnen Abfälle aus der Landwirtschaft und der Fischereiindustrie in Stord in 60 GWh Energie umwandeln. Ein Viertel wird für die Beheizung von Häusern und Unternehmen in der Gemeinde verwendet, der Rest für Busse, Lastwagen und Boote. Der Standort Stord biete sich an, da sowohl auf Rohstoffe aus der Landwirtschaft als auch aus der Fischerei zugegriffen werden kann und das Endprodukt per Schiff transportiert werde, so Pedersen.

Im Juli 2021 ist die Inbetriebnahme der Anlage vorgesehen. 

Kontakt:
Jan Kåre Pedersen, Sunnhordland Erdgas AS
Tel.: 470 16 000
jkp@sng.as

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