Aker Solutions startet CCS-Testprogramm in schwedischer Preem-Raffinerie

In der Preem-Raffinerie, der größten Raffinerie Schwedens, hat das norwegische Unternehmen Aker Solutions eine Testanlage zur Abscheidung von Kohlenstoff in Betrieb genommen.©Aker Solutions

Oslo/ Lysekil, 26. Mai 2020. Das norwegische Engineering-Unternehmen Aker Solutions hat eine mobile Testanlage zur Kohlenstoffabscheidung in der Preem-Raffinerie in Lysekil in Betrieb genommen. Es ist Schwedens größte Testanlage zur Abscheidung von Kohlendioxid. Die Testeinheit ist Teil des Pilotprojekts “Preem CCS”, das die gesamte Wertschöpfungskette von der Abscheidung bis zur Speicherung von Kohlendioxid analysieren soll. Die Anlage soll es weiteren Unternehmen ermöglichen, die CCS-Technologie (Carbon Capture and Storage) zur Reduzierung ihre CO2-Emissionen zu nutzen.

Das Projekt wird gemeinsam von Preem, Schwedens größtem Hersteller von Kraftstoffen, Aker Solutions, der Chalmers University of Technology, dem norwegischen Energiekonzern Equinor und dem norwegischen Forschungsinstitut SINTEF realisiert. Die schwedische Energieagentur und das norwegische Forschungs- und Entwicklungsprogramm CLIMIT tragen zur Finanzierung bei.

Im Rahmen des Pilotprojekts wird die gesamte Wertschöpfungskette bewertet – von der Erfassung in der Raffinerie über die lokale Lagerung bis hin zum geplanten Lagerort vor der norwegischen Westküste und zur Lagerung selbst. Die Ergebnisse des Pilotprojekts werden dann veröffentlicht.

Die mobile Testeinheit wird im Jahr 2020 Kohlenstoff aus Rauchgasen abfangen, die aus der Wasserstoffgasanlage von Preem in der Lysekil-Raffinerie an der schwedischen Westküste stammen.

„Wir freuen uns, unsere bewährte Technologie zur Kohlenstoffabscheidung zum ersten Mal nach Schweden zu bringen“, sagte Luis Araujo, CEO von Aker Solutions. „Die Unterstützung der Betreiber bei der Reduzierung ihres CO2-Fußabdrucks ist ein wesentlicher Bestandteil der Strategie von Aker Solutions.“

Die Technologie zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid sei eine wichtige Komponente zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen und zur Erreichung der schwedischen Klimaziele, teilen die beteiligten Unternehmen mit. Für Preem sei dies ein wichtiger Teil des Puzzles, um die CO2-Emissionen zu reduzieren und bis zum Jahr 2045 klimaneutral zu werden. Ziel ist es, dass die Tests die Grundlage für eine vollständige CCS-Anlage bilden, die bis 2025 betriebsbereit sein soll.

„Wir sehen die Abscheidung und Speicherung von Kohlenstoff als eine wichtige Maßnahme zur Reduzierung der globalen Kohlenstoffemissionen. Für Preem könnte eine CCS-Anlage in vollem Umfang zunächst die Emissionen unserer Lysekil-Raffinerie um 500.000 Tonnen pro Jahr senken, was fast einem Drittel der Gesamt-CO2-Emissionen der Raffinerie pro Jahr entspricht“, sagte Petter Holland, CEO von Preem.

Preem macht 80 Prozent der schwedischen Raffineriekapazität und 30 Prozent der nordischen Raffineriekapazität aus. Insgesamt werden in den beiden hundertprozentigen Raffinerien Preemraff Göteborg und Preemraff Lysekil jedes Jahr fast 18 Millionen Kubikmeter Rohöl raffiniert. Etwa zwei Drittel der Produkte werden exportiert.

Aker Solutions entwickelt Produkte, Systeme und Dienstleistungen zur Freisetzung von Energie. Ziel ist es, die Effizienz von Öl- und Gasanlagen zu maximieren und gleichzeitig nachhaltige Lösungen zu entwickeln. Aker Solutions beschäftigt rund 15.000 Mitarbeiter in mehr als 20 Ländern.

Kontakt:
Ivar Simensen, Mob: +47 464 02 317
ivar.simensen@akersolutions.com

Investorenkontakt:
Fredrik Berge, Mob: +47 450 32 090, E-Mail: fredrik.berge@akersolutions.com

Lesen Sie hier mehr über das norwegische Pilotprojekt zur Abspaltung und Speicherung von CO2.

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