Norwegen öffnet Gebiete zur weiteren Erkundung des Mineralabbaus auf dem Meeresboden

Von der Regierung freigegebenes Gebiete für die weitere Erkunden von Mineralien auf dem Meeresboden.©Regjeringen.no

Oslo, 12. Mai 2020. Norwegens Regierung will den Abbau von Mineralien am Meeresboden auf dem norwegischen Festlandsockel vorantreiben und die Exploration und Gewinnung von Mineralvorkommen erleichtern. Wie Öl- und Energieministerin Tina Bru mitteilte, sind die Gebiete zwischen Jan Mayen und Spitzbergen sowie südöstlich von Jan Mayen jetzt für weitere Untersuchungen freigegeben. In diesen Gebieten erwartet man große  Sulfidablagerungen und Vorkommen an Mangan.

Nach dem Meeresboden-Bergbaugesetz müssen Gebiete für solche Aktivitäten geöffnet werden, bevor kommerziellen Betreibern Genehmigungen erteilt werden können. Im Rahmen eines Öffnungsprozesses wird eine Folgenabschätzung durchgeführt, um herauszufinden, welche Auswirkungen eine mögliche Öffnung auf die Umwelt und die geschätzten industriellen, wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen haben könnte. Der erste Schritt ist die Erarbeitung eines Untersuchungsprogramms, das zur öffentlichen Konsultation vorgelegt werden soll. 

 Die Gewinnung von Metallen aus dem Meeresboden soll ein neuer und wichtiger Zweig der Meereswirtschaft werden. Die bisher von der norwegischen Erdöldirektion durchgeführten Untersuchungen und Analysen zeigten, dass diese Lagerstätten wichtige Metalle enthalten, die die Gesellschaft in Zukunft benötigen wird, teilt die Regierung mit.

„Wir verfügen über umfangreiche Erfahrung im Bereich solides Ressourcenmanagement und erstklassiges Know-how in der maritimen Industrie, der Erdölindustrie und den technologischen Umgebungen. Dies kann eine neue und aufregende Gelegenheit für Norwegen und die norwegische Industrie sein. Dies sind große Gebiete, die hinsichtlich des Ressourcenpotenzials nur in begrenztem Umfang kartiert wurden. Die Regierung möchte kommerziellen Akteuren die Teilnahme an der Kartierung und Gewinnung von Ressourcen erleichtern, wenn Bereiche für solche Aktivitäten geöffnet werden”, so Bru weiter. 

Premierministerin Erna Solberg und Ministerin für Erdöl und Energie Tina Bru präsentierten neue Mineralproben vom Meeresboden. ©OED

Im überarbeiteten Staatshaushalt für 2020 hat die Regierung die Mittel für die Kartierung von Unterwassermineralien und den Wissensaufbau um 70 Millionen NOK auf 139 Millionen NOK aufgestockt.

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