Corona-Krise stoppt Fertigstellung der “Yara Birkeland” in Norwegen

Der Rumpf der “Yara Birkeland” auf dem Weg von Rumänien nach Norwegen. Auf der Werft Vard Brattvag sollte das erste selbstfahrende emissionsfreie Schiff der Welt ausgerüstet werden. Jetzt teilt Yara International ASA den vorläufigen Stopp der Entwicklung mit.©Yara

Oslo, 7. Mai 2020. In wenigen Tagen wird der Rumpf des Schiffes “Yara Birkeland”, des ersten autonom fahrenden, emissionsfreien Schiffes der Welt, in Norwegen erwartet. Er wurde auf der rumänischen Vard-Werft gebaut und  stach im Februar 2020 in Rumänien in See. Im Mai sollte das Schiff auf der norwegischen Vard-Werft Brattvag eintreffen, wo es mit verschiedenen Steuerungs- und Navigationssystemen ausgestattet und vor der Auslieferung an Yara getestet werden sollte. Jetzt teilt das Unternehmen mit, dass die weitere Entwicklung des Schiffes gestoppt wurde. Als Grund nannte Yara International AS die Covid-19-Pandemie und die damit einhergehenden veränderten globalen Aussichten. Das Unternehmen will nun gemeinsam mit seinen Partnern die nächsten Schritte bewerten.

Die Entwicklung des selbstfahrenden, elektrisch betriebenen Schiffes ist eines der innovativen und technologischen Vorzeigeprojekte Norwegens, das schon in der Entwicklungsphase mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht wurde. Unter anderem erhielten Yara International ASA und das Technologieunternehmen Kongsberg als Entwickler von “Yara Birkeland” im vergangenen Mai den Sonderpreis der Green Tech Awards in Berlin. Yara und das Technologieunternehmen Kongsberg hatten sich 2017 zusammengetan, um das weltweit erste autonome und emissionsfreie Containerschiff zu bauen. Das Schiff, das nach dem Gründer des Unternehmens, Kristian Birkeland, benannt ist, sollte Dünger von Yaras Produktionsstätte in Porsgrunn zu den Containerhäfen in Brevik und Larvik transportieren und so jährlich 40.000 Lkw-Fahrten ersetzen.

Zur Entwicklung des Schiffes hatte Yara staatliche Fördergelder in Höhe von 133,6 Millionen NOK erhalten. “Für den privaten Sektor ist es wichtig, die Unterstützung der Regierung zu haben, wenn wir neue Technologien entwickeln und mutige Innovationen liefern. Dies ermöglicht es uns, das Unbekannte zu wagen und zu erkunden. Die Entstehung von Yara Birkeland ist ein hervorragendes Beispiel für eine öffentlich-private Partnerschaft in der Praxis “, hatte Svein Tore Holsether, CEO von Yara, damals erklärt. Nun liegt das Projekt auf Eis.

Lesen Sie hier mehr über das Projekt “Yara Birkeland”.

About businessportalnorwegen

View all posts by businessportalnorwegen →

× Featured

Corona-Krise löst in Norwegen Digitalisierungsboom im Gesundheitswesen aus