Ein Jahr Wintershall Dea: ”Der Merger kam zur richtigen Zeit”

Zum einjährigen Geburtstag von Wintershall Dea machte die norwegische Tochter Wintershall Dea Norge AS dem Unternehmen ein besonderes Geschenk: Für das Nova-Projekt wurden die beiden Verteiler sicher auf dem Meeresboden in 370 Metern Tiefe installiert.©Wintershall Dea

Kassel/Hamburg, 4. Mai 2020. Der Öl- und Gaskonzern Wintershall Dea feiert sein einjähriges Bestehen. Am 1. Mai 2019 fusionierten die Wintershall Holding GmbH mit Sitz in Kassel und die DEA Deutsche Erdoel AG mit Sitz in Hamburg. „Der Merger kam genau zur richtigen Zeit“, erklärt Mario Mehren, Vorstandsvorsitzender der Wintershall Dea. „Wir haben uns letztes Jahr neu aufgestellt und jetzt eine ideale Größe. Als europäischer Champion sind wir groß genug, um für die nationalen Ölgesellschaften relevant zu sein. Gleichzeitig sind wir unabhängig und agil – auch, um in Krisenzeiten wie dieser flexibel reagieren zu können.“ 

Die Corona-Krise und das zu erwartende Negativwachstum der Weltwirtschaft zusammen mit historisch niedrigen Öl- und Gaspreisen seien ein echter Stresstest für die Öl- und Gasindustrie, so Mehren. Wintershall Dea werde diese Belastungsprobe meistern, indem das Unternehmen seine Stärken weiter ausbaut. Mit im Wettbewerbsvergleich niedrigen Produktionskosten, hohen Reserven und einem strategisch ausbalancierten Produktionsportfolio mit Schwerpunkt auf Erdgas sei das Unternehmen auch für die aktuellen Krisenzeiten gut gerüstet, teilt Wintershall Dea mit. 

Stand zu Beginn der Fusion zunächst die Fortführung der sicheren und effizienten Produktion, also Business Continuity sowie der gemeinsame neue Markenauftritt im Fokus, so seien in den vergangenen zwölf Monaten große Fortschritte bei der gemeinsamen Unternehmenskultur, der Einführung eines neuen operativen Modells sowie der Nutzung der identifizierten Synergiepozentiale gemacht worden. 

“In der jetzigen Corona-Krise profitieren wir sicher auch davon, mit dem Merger vor einem Jahr neue digitale Collaboration-Tools eingeführt zu haben, die das weltweit übergreifende Zusammenarbeiten im Unternehmen effektiver machen“, sagte Mehren. Bis Ende 2019 wurden bereits Synergien in Höhe von mehr als 100 Millionen Euro realisiert – mehr als erwartet. Sie entfielen vor allem auf Maßnahmen in Mexiko, Ägypten und Norwegen sowie auf Einsparungen in der Beschaffung und auf erste organisatorische Einsparungen. Ab 2022 will das Unternehmen jährlich Einsparungen in Höhe von mindestens 200 Millionen Euro erreichen.

Infolge des Zusammenschlusses von Wintershall und DEA im Mai 2019 wurde 1.000 Arbeitsplätze abgebaut. Wie das Unternehmen weiter mitteilt, wurde das Portfolio des Unternehmens seit dem Merger bereits durch eine Reihe von Devestitionen weiter optimiert und verschlankt.

Wintershall Dea ist schwerpunktmäßig in vier Regionen aktiv: Nordeuropa, Russland, Lateinamerika sowie in der Region Nordafrika und Middle East. Darüber hinaus könne das Unternehmen auf stabile Cashflows aus dem Midstream-Segment, mit Onshore-Leitungen in Deutschland und OffshorePipelines wie Nord Stream 1, bauen. „Das ist gerade bei der derzeitigen Volatilität der Öl- und Gaspreise ein großer Vorteil“, sagt Mehren. 

Lesen Sie hier mehr über die Aktivitäten von Wintershall Dea in Norwegen.

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