Aktionäre billigen Rettungsplan für norwegischen Billigflieger Norwegian Air

CEO Jacob Schram (r.) und CFO Geir Karlsen überbrachten der Presse die guten Nachrichten über die Annahme des Rettungsplanes durch die Hauptversammlung.©screenshot/Norwegian

Oslo, 4. Mai 2020. Die Aktionäre der Norwegian Air haben heute in einer außerordentlichen Hauptversammlung mit großer Mehrheit den Rettungsplan für den norwegischen Billigflieger unterstützt. Mehr als 95 Prozent der Aktionäre stimmten entsprechend dem Vorschlag des Verwaltungsrates der Umwandlung von Schulden in Aktien von über eine Milliarde US-Dollar zu und machten damit den Weg frei, um ein staatliches Garantie-Hilfspaket in Kraft zu setzen. Damit ist ein Bankrott der Airline, die schon vor der Corona-Krise in finanziellen Schwierigkeiten steckte, vermutlich abgewendet. 

Bereits vor der Hauptversammlung hat die Airline nach Angaben von Norwegian “starke Unterstützung” von den Leasinggesellschaften erhalten, die Flugzeuge an Norwegian verliehen haben. Da Norwegian bei der Zahlung der Leasinggebühren im Rückstand war, wurde nun die Umwandlung von Schulden in Höhe von 730 Millionen US-Dollar (7,6 Milliarden NOK) in Aktien vereinbart.

Zudem könnte es nach Konzernangaben noch weitere Umwandlungen geben. Das gesamte Tauschgeschäft von Leasingfirmen und Anleihezeichnern beläuft sich voraussichtlich auf mehr 10,8 Milliarden NOK. Zudem soll es eine Kapitalerhöhung von bis zu rund 38 Millionen Dollar geben. Nach der Umsetzung des Rettungsplanes werden die Gläubiger künftig auch Mehrheitseigner des Unternehmen sein.

Die Aktie von Norwegian Air Shuttle an der Osloer Börse hat nach hohen Verlusten in den vergangenen Wochen nach der Entscheidung stark zugelegt.

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