Norwegens Regierung will höhere Strafen für illegales Fischen von Wildlachs, Seeigel und Seesaibling

Norwegens Regierung schlägt vor, die Höchststrafe für illegale Fischerei auf Lachs, Seeigel und Seesaibling von bisher zwei auf fünf Jahre Gefängnis zu erhöhen.©Ministerium für Klima und Umwelt

Oslo, 15.April 2020. Die Regierung hat dem Storting einen neuen Gesetzentwurf mit Änderungen des Gesetzes über Lachs- und Binnenfischerei und des Strafprozessgesetzes vorgelegt. Ziel ist es, konsequenter gegen die illegale Fischerei auf Lachs, Seeigel und Seesaibling vorzugehen. So sollen die Obergrenze für Gefängnisstrafen für grobe Verstöße gegen die Lizenzen des Lachs- und Binnenfischereigesetzes von jetzt zwei auf bis zu fünf Jahren erhöht werden. 

“Die illegale Fischerei ist ein schweres Umweltverbrechen und eine Bedrohung für den norwegischen Bestand von Lachs, Seeigel und Saibling. Jedes Quartal wird ein erheblicher illegaler Fischfang von Wildlachs entdeckt. Die Regierung will ihre Bemühungen gegen diese Fischerei verstärken, damit wir diese Fischarten für die Zukunft besser erhalten können”, sagt Sveinung Rotevatn, Minister für Klima und Umwelt.

Norwegen beherbergt ein Fünftel aller Atlantischen Lachse. Norwegens Wasserläufe, Küsten- und Meeresgebiete sind einige der wichtigsten Lebensräume für Atlantischen Wildlachs und die sogenannten anadromer Salmoniden: Seeigel und Seeigel. Norwegen habe eine besondere internationale Verantwortung für die Erhaltung anadromer Salmoniden, teilt das Fischereiministerium mit.

Die illegale Fischerei führe zu einem Rückgang der Anzahl der Laichfische im Wasserlauf. Dies könne sich sehr negativ auswirken, insbesondere wenn die illegale Fischerei auf gefährdete Bestände und Tiefstbestände erfolgt, so Rotevatn weiter.

Außerdem schlägt die Regierung vor, eine Rechtsgrundlage für die Verwaltung einzuführen, um als Alternative zu strafrechtlichen Sanktionen Verwaltungsgebühren zu erheben sowie eine Rechtsgrundlage für die administrative Beschlagnahme von Fanggeräten zu schaffen.

In diesem Jahr hat die Regierung das Budget für die norwegische Naturinspektion für 2020 um fünf Millionen NOK erhöht, um der illegalen Fischerei auf Salmoniden entgegenzuwirken. Dies bedeutet eine dauerhafte und verstärkte Anstrengung bei der Lachsüberwachung in Norwegen.

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