Norwegen zieht Kürzung der Ölförderung in Erwägung

Die Ministerin für Erdöl und Energie, Tina Bru, nahm am Freitag an einem außerordentlichen Treffen der Energieminister teil, das von den G20-Ländern organisiert wurde.
Tina Bru, Norwegens Ministerin fürPetroleum und Energie, nahm an dem außerordentlichen Treffen der Energieminister teil, das von den G20-Ländern organisiert wurde.©Ministerium für Petroleum und Energie

Oslo, 11. April 2020. Norwegen werde eine einseitige norwegische Kürzung der Ölförderung in Betracht ziehen, sofern das Abkommen zwischen den OPEC+-Ländern über Produktionskürzungen umgesetzt wird. Das erklärte Norwegens Energieministerin Tina Bru, die an dem außerordentlichen Online-Treffen der Energieminister der G20-Länder teilnahm. Die Ministerin will sich später äußern, wie eine mögliche Produktionskürzung in Norwegen umgesetzt wird.

Die Minister tauschten sich darüber aus, wie mit der Destabilisierung der globalen Öl- und Gasmärkte durch die Korona-Krise umgegangen und die Energiesicherheit gewährleistet werden kann.

Die G20-Länder seien sich einig, dass die Gewährleistung der Stabilität auf den weltweiten Energiemärkten und der kontinuierliche Zugang der Welt zu erschwinglicher Energie für Gesundheit, Wohlbefinden und Stabilität in allen Ländern von wesentlicher Bedeutung sind. Dass die ganze Welt dabei zusammensteht, sei wichtig für die Bemühungen, den Ölmarkt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Der plötzliche Rückgang der Wirtschaftstätigkeit und damit auch der Einsatz von Öl infolge der weltweiten Maßnahmen gegen die Koronapandemie wirke sich auch auf die Aktivitäten auf dem norwegischen Festlandsockel und in der Zulieferindustrie aus, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums.

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