WHO-Studie: Erste Corona-Patienten werden in Norwegen behandelt

Norwegen ist das erste Land, in dem die globale Corona-Studie der WHO gestartet wurde. Erstmals werden am Universitätsklinikum Oslo Corona-Patienten mit verschiedenen Medikamenten behandelt. Die klinische Apothekerin am Universitätsklinikum Oslo, Katerina Nezvalová-Henriksen, zeigt die Malariamedizin, die jetzt zur Behandlung eingesetzt wird.©Anders Bayer, OUS.

Oslo, 27. März 2020. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine große internationale Forschungsstudie zur Bewertung vielversprechender Behandlungen für COVID-19 gestartet. Die internationale Studie wird von John-Arne Røttingen, Direktor des norwegischen Forschungsrats, koordiniert. Der erste Patient, der in die Studie aufgenommen wurde, ist ein Norweger. 

Die globale Studie der Weltgesundheitsorganisation mit dem Namen Solidarität beginnt nun mit der Behandlung von Patienten. Der erste teilnehmende Patient ist ein Norweger am Universitätsklinikum Oslo. Das Team am Universitätsklinikum Oslo leitet den norwegischen Teil der Studie. Die Studie soll in 22 Krankenhäusern in ganz Norwegen durchgeführt werden.

Die zu testenden Behandlungen sind das Malariamedikament Hydroxychloroquin / Plaquenil, das Ebola-Medikament Remdesivir und eine HIV-Behandlung (Lopinavir / Ritonavir) allein oder zusammen mit einem Medikament gegen Hepatitis (Interferon-β1a). Dies sind die ersten beiden Medikamente, die überhaupt in Norwegen getestet werden.

Durch die Studien- und klinische Umgebung sollen Forscher auf der ganzen Welt Informationen darüber sammeln, wie diese Behandlungen das Überleben der Patienten beeinflussen und wie lange sie eine Intensivpflege und einen Krankenhausaufenthalt benötigen. Zusätzlich zur Teilnahme an der weltweiten Datenerfassung können nationale Teilstudien zu Themen durchgeführt werden, die für die lokalen Bedingungen relevant sind.

„Wir müssen verstehen, wie wir Kranke am besten behandeln können. Wir befinden uns mitten in einem globalen Forschungsprozess ohne gleichermaßen Zugang zu fundiertem und sicherem Wissen zu haben, und Norwegen nimmt daran teil“, sagt John-Arne Røttingen.

„Es ist eine große Anerkennung für die norwegische Forschung und das norwegische Gesundheitswesen, dass wir von Anfang an an dieser globalen und wichtigen Studie beteiligt sind und dass John-Arne Røttingen die Studie global koordinieren wird. Ich möchte all unseren guten Berufsgemeinschaften danken, die dies in kurzer Zeit erreicht haben“, sagt Ministerpräsidentin Erna Solberg.

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