SØA-Bericht empfiehlt Norwegens Teilnahme am Forschungsprogramm Horizon Europe

Oslo, 20. März 2020.  Norwegische Forschungsinstitute und Unternehmen haben insgesamt 9,1 Milliarden NOK an Forschungsgeldern aus Brüssel erhalten. Wie ein von der Regierung in Auftrag gegebener Bericht jetzt zeigt, habe sich die Teilnahme Norwegens gelohnt, obwohl die von Norwegen gezahlte Quote hoch sei, teilt die Regierung mit. 

“Der anhaltende Corona-Ausbrch zeigt, dass wir mehr denn je internationale Forschungszusammenarbeit brauchen. Wir können die großen und internationalen gesellschaftlichen Herausforderungen nicht allein lösen. Deshalb ist es positiv, dass wir zunehmend von der Teilnahme am Forschungs- und Innovationsprogramm der EU profitieren”, sagt der Minister für Forschung und Hochschulbildung, Henrik Asheim.

Horizont 2020 ist das weltweit größte Forschungs- und Innovationsprogramm. Insgesamt haben norwegische Teilnehmer aus Forschung, öffentlichem Sektor, Gesundheitsunternehmen und Unternehmen an fast 1.300 Projekten gemeinsam mit Akteuren aus 126 Ländern teilgenommen.

Im Jahr 2018 hat Norwegen das Ziel verkündet, mindestens zwei Prozent der Fördergelder aus Horizont 2020 abzufassen. Jetzt wird die Latte noch höher gelegt. In Kürze werden die Regierung und das Storting entscheiden, ob Norwegen am nächsten und noch größeren EU-Rahmenprogramm, Horizon Europe, teilnehmen wird. Horizon Europe startet im Jahr 2021 mit einem Budget von mehr als 970 Milliarden NOK (94 Milliarden Euro). Dies ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem vorherigen Rahmenprogramm. Norwegen muss sich, wenn es Mittel aus dem Programm erhalten will, mit 25 Milliarden NOK an der Finanzierung beteiligen.

Im Auftrag des Bildungsministeriums hat der Politikberater technopolis Group mit der Wirtschaftsanalyse Samfunnsøkonomisk analyse AS (SØA) die Auswirkungen der Teilnahme am 7. EU-Rahmenprogramm und an Horizont 2020 bewertet. “Ich bin sicher, dass Norwegen es verdient, uneingeschränkt an Horizon Europe teilzunehmen. So auch der neue Bewertungsbericht. Wenn wir teilnehmen, erhalten wir Zugang zu Wissen, Märkten, Netzwerken, Infrastruktur und die Möglichkeit, mit den besten Forschern und Innovatoren innerhalb und außerhalb Europas zusammenzuarbeiten, zu denen wir sonst keinen einfachen Zugang hätten“, sagt Asheim.

Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass:

  • Die Beteiligung dazu beiträgt, dass Norwegen alle vier Hauptziele der Regierungsstrategie für die Zusammenarbeit von Forschung und Innovation mit der EU erreicht. Die Teilnahme trägt zur Qualitätssteigerung in der norwegischen Forschung bei, erhöht Innovation und Wettbewerbsfähigkeit, trägt zur nachhaltigen Wertschöpfung bei und entwickelt den norwegischen Forschungs- und Innovationssektor.
  • Norwegische Akteure durch das Rahmenprogramm Zugang zu mehr Wissen, mehr internationalen Forschungsnetzwerken und internationalen Märkten erhalten , als wenn das Geld direkt an den Forschungsrat weitergeleitet worden wäre.

Darüber hinaus hat SØA eine Kosten-Nutzen-Analysen durchgeführt, um zu beantworten, ob Norwegen wirtschaftliche und gesellschaftliche Vorteile aus der Teilnahme an den Rahmenprogrammen und der künftigen Teilnahme an Horizon Europe hat. Die Schlussfolgerung lautet:

  • Die Auswirkungen einer Teilnahme an Horizon Europe überwiegen die Kosten, auch wenn nicht zu bewertende Auswirkungen berücksichtigt werden. SØA vergleicht die Auswirkungen der Teilnahme an den Rahmenprogrammen mit den Auswirkungen der Teilnahme an nationalen Forschungs- und Innovationsprogrammen.
  • Norwegen wird nicht so stark davon profitieren, wenn es Mittel für die Teilnahme an EU-Programmen auf nationaler Ebene bereitstellt.
  • Die SØA empfiehlt daher die Teilnahme an Horizon Europe.

Finden Sie hier den ganzen Bericht in englischer Sprache.

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