Polnischer Erdgasförderer PGNiG verstärkt strategisches Engagement in Norwegen

Ab 2022 soll norwegisches Gas durch die Baltic Pipe nach Polen fließen. Dafür erwarb das polnische staatliche Energieunternehmen PGNiG jetzt weitere Lizenzen zur Gasförderung auf dem norwegischen Festlandsockel.©Baltic Pipe

Warschau, 11. Februar 2020. Das polnische Energieunternehmen PGNiG SA weitet seine Aktivitäten in Norwegen aus. Das Tochterunternehmen PGNiG Upstream Norway wird entsprechend einer Vereinbarung mit Aker BP Anteile von Aker BP am Gasfeld Alve Nord erwerben und seinen Anteil am Gina-Krog-Feld erhöhen. Das gewonnene Gas sowie die Mengen, die sich aus früheren Akquisitionen in den Jahren 2017 und 2019 ergeben, werden nach dem Start der Gasleitung Baltic Pipe 2022 nach Polen geliefert.

“Die Vereinbarung passt perfekt zur Strategie der PGNiG-Gruppe. Zum einen dient sie der Diversifizierung der Gasversorgung und stärkt die Energiesicherheit des Landes aus eigener Kraft. Zum anderen wird die Erhöhung unserer Beteiligung an der bereits produzierenden Lagerstätte Gina Krog zu einer sofortigen Steigerung der Produktion des Unternehmens auf dem norwegischen Festlandsockel führen, was sich positiv auf das EBITDA von PGNiG auswirken wird”, sagte Jerzy Kwieciński, Vorsitzender des Vorstands von PGNiG SA.

Durch die Transaktion erhöhen sich die Anteile von PGNiG Upstream Norway am Gina-Krog-Feld um 3,3 Prozent auf 11,3 Prozent. Im Gegenzug erhält Aker BP von PGNiG fünf Prozent der Anteile am neu entdeckten Shrek-Feld, an dem das polnische Unternehmen gegenwärtig 40 Prozent besitzt und als Betreiber fungiert. Dafür zahlt PGNiG 51 Millionen US-Dollar. PGNiG Upstream Norway erwirbt außerdem eine 11,92-prozentige Beteiligung an der Lizenz PL127C (einschließlich der Entdeckung Alve Nord) nördlich des Feldes Skarv für elf Millionen US-Dollar – abhängig von der weiteren Entwicklung der Entdeckung Alve Nord.

PGNiG Upstream Norway schätzt, dass die Transaktion die zukünftige Gasproduktion des Unternehmens um 100 Millionen Kubikmeter pro Jahr erhöhen wird. Der Vertrag muss noch von der norwegischen Petrolumdirektion und den Körperschaften beider Unternehmen genehmigt werden.

Nach Abschluss der Transaktion mit Aker BP hält PGNiG Upstream Norway auf norwegischen Festlandsockel Anteile an 31 Lizenzen. In den letzten drei Jahren erhöhte das Unternehmen seine Erdgas- und Erdölreserven in Norwegen von 80 Millionen auf ca. 200 Millionen Öläquivalent (boe).PGNiG Upstream Norway fördert bereits Rohöl und Erdgas aus fünf Lagerstätten. An sechs weiteren Lagerstätten werden Investitions- und Analysearbeiten durchgeführt: Skogul, Ærfugl, Duva, Tommeliten Alpha, King Lear und Shrek. Die Produktion der ersten beiden wird in der ersten Hälfte dieses Jahres aufgenommen.

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