Aus Lundin Petroleum wird Lundin Energy – CO2-Neutralität bis 2030 zum Ziel

Auch der schwedische Konzern Lundin Petroleum will die CO2-Emissionen bei der Produktion von Öl und Gas auf dem norwegischen Festlandsockel drastisch reduzieren. In der Lizenzrunde APA 2019 hat Lundin Norway AS, die 100-prozentige Tochter der Lundin Energy AB, zwölf neue Explorationslizenzen für vordefinierte Gebiete erhalten.©@Lundin

Stockholm/ Lysaker, 27. Januar 2020. Der schwedische Öl- und Gaskonzern Lundin Petroleum AB will bis 2030 CO2-neutral arbeiten. Um das Ziel und die Maßnahmen zur Erreichung einer CO2-arme Zukunft besser widerzuspiegeln, streicht das Unternehmens das Wort Petroleum aus seinem Namen und nennt sich künftig Lundin Energy AB. Die vorgeschlagene Namensänderung unterliegt der Zustimmung der Aktionäre durch die Hauptversammlung der Gesellschaft am 31. März 2020. Die Aktivitäten des Unternehmens konzentrieren sich auf Norwegen. Hier hält das Unternehmen 79 Produktionslizenzen.

Mit der Strategie zur Dekarbonisierung bekräftige das Unternehmen das kontinuierliches Engagement, seinen CO2-Fußabdruck durch eine wirksame Kombination aus Emissionsreduzierung, Energieeffizienz, gezielter Forschung und Entwicklung sowie Mechanismen zur Kohlenstoffbindung auf ein Minimum zu reduzieren, teilt Lundin Petroleum mit. Es will weiter in Projekte für erneuerbare Energien investieren und hat folgende Ziele definiert:
– Ab 2020 soll die durchschnittliche Kohlenstoffintensität des Portfolios auf unter 4 kg CO2 pro Boe und ab 2023 auf unter 2 kg CO2 pro Boe begrenzt werden;
– Im Jahr 2022 sollen die Plattformen Edvard Grieg und Johan Sverdrup Phase 2 vollständig elektrifiziert werden, um eine Kohlenstoffintensität für diese Vermögenswerte von weniger als einem kg CO2 pro Boe zu erreichen;
– Ab 2022 soll der gesamte Netto-Stromverbrauch aus Landstrom durch Investitionen in erneuerbare Energieerzeugung ersetzt werden;
– Alle geschäftlichen und betrieblichen Luftverkehrsemissionen sollen durch natürliche CO2-Abscheidung ab 2018 kompensiert werden:
– Bis 2030 soll der CO2-Neutralität in allen Geschäftsbereichen erreicht werden.

Nach dem norwegischen Energiekonzern Equinor ist Lundin der zweite Öl- und Gasförderer auf dem norwegischen Festlandsockel, der den CO2-Ausstoß in den kommenden Jahren nahe Null senken will. Auch Equinor hat seinen alten Namen abgelegt und sich von „Statoil“ in „Equinor“ umbenannt um zu demonstrieren, dass der Konzern nicht weiter einseitig auf die Öl- und Gasförderung ausgerichtet ist.

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