Leitzins bleibt in Norwegen unverändert bei 1,50 Prozent

Oslo, 19. Dezember 2019. Der Vorstand der norwegischen Zentralbank Norges Bank hat beschlossen, den Leitzins unverändert bei 1,50 Prozent zu belassen. Seit September vergangenen Jahres hat die Zentralbank den Leitzins schrittweise angehoben

Als Grund für die Entscheidung teilt der Vorstand mit: Die Geldpolitik sei weniger expansiv geworden. Die Preisinflation liege nahe am Inflationsziel, und die Kapazitätsauslastung liege etwas über dem normalen Niveau. Die Abwertung der Krone dürfte zu einer etwas höheren Inflation beitragen. Das Lohnwachstum scheinte jedoch in Zukunft moderat zu bleiben. Das Wachstum auf dem Festland verlangsame sich. Bei annähernd aktuellen Zinssätzen bestehe die Aussicht, dass die Inflation in der Nähe des Inflationsziels bleibt und die Kapazitätsauslastung auf ein normales Niveau sinkt.

Die Prognose für den Leitzins habe sich gegenüber dem vorherigen Bericht kaum verändert. Eine schwächere Krone als prognostiziert deute isoliert auf einen höheren Zinspfad hin. Dagegen scheine der Aufschwung der norwegischen Wirtschaft etwas moderater zu sein als bisher angenommen, was –  für sich genommen – auf einen etwas niedrigeren Zinspfad hinweist, so die Einschätzung des Vorstandes. Sollten sich die wirtschaftlichen Aussichten oder das Risikobild ändern, könne auch die Zinsentwicklung von der Prognose abweichen.

“Nach Einschätzung der Aussichten und des Risikobildes dürfte der Leitzins in naher Zukunft auf dem derzeitigen Niveau verbleiben”, erklärt Zentralbankpräsident Øystein Olsen.

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