Norwegische Delegation informiert sich über Kooperationsmöglichkeiten mit deutschen Werften

Besuch der norwegischen Delegation des NCE Maritime CleanTech auf der Meyer Werft. Hier informierten sich die Unternehmer über die Zukunftspläne des Unternehmens.©NCE Maritime CleanTech

Hamburg/Papenburg, 20. Dezember 2019. Vertreter des norwegischen Clusters NCE Maritime CleanTech statteten Unternehmen der maritimen Industrie in Deutschland in der vergangenen Woche einen Besuch ab. Ziel der Delegationsreise war es, am Bauboom von Kreuzfahrtschiffen auf deutschen Werften teilzuhaben. Norwegische Unternehmen wollen verstärkt grüne Technologien für die Schiffbauindustrie weltweit zuliefern. 

Bis 2050 muss die internationale Schifffahrtsgesetzgebung die Emissionen seiner Schiffe um 50 Prozent senken, um die Emissionsanforderungen der IMO zu erfüllen. Es erforderte neue Technologien und neue emissionsfreie Lösungen. “Die Nachfrage nach norwegischer Technologie steigt in der Kreuzfahrtbranche. Damit die Kreuzfahrtindustrie Emissionen senken kann, sind neue Technologien und neue Lösungen erforderlich. Norwegische Unternehmen sind hier weit vorn”,  sagt Håvard Tvedte, Projektmanager bei NCE Maritime CleanTech.

Die Delegationsreise nach Hamburg und Papenburg wurde von NCE Clean Tech Cluster gemeinsam mit der Deutsch-Norwegischen Handelskammer organisiert. Die norwegischen Unternehmensvertreter haben sich unter anderem bei der Meyer Werft mit der Produktionstechnologie in der Praxis beschäftigt. Die Werft hat mehrere der größten Kreuzfahrtschiffe der Welt gebaut. Darüber hinaus erhielten die Delegationsteilnehmer Einblicke in die Entwicklungen der kommenden Jahre bei TUI Cruises, AIDA und Carnival Maritime.

Der Hafen Hamburg ist mit  210 Anläufen pro Quartal einer der verkehrsreichsten Kreuzfahrthäfen der Welt. Die Zahl der in Hamburg ankommenden Kreuzfahrtpassagiere ist in den letzten zehn Jahren von 90.000 auf rund 900.000 gestiegen. Hamburg strebt an, alle drei Kreuzfahrtterminals emissionsfrei zu machen. Vorläufig ist Altona die einzige Anlegestelle, die über Landstromanlagen verfügt. Darüber hinaus entwickelt Hybrid Port Energy, eine Tochtergesellschaft von Becker Marine Systems, ein schwimmendes Kraftwerk, das genug umweltfreundlichen Strom erzeugt, um ein Kreuzfahrtschiff für kurze Hafenaufenthalte mit Strom zu versorgen. Die Teilnehmer aus Norwegen haben beide Standorte besichtigt.

Die Teilnehmer der Delegationsreise: Vertreter der Deutsch-Norwegischen Handelskammer, Corvus Energy, Teknotherm, Norsk Hydro, Apply Capnor, Østensjø Rederi, Westcon und DNV GL©NCE Maritime CleanTech

“Der Kreuzfahrttourismus wächst international stark. Durch die Organisation dieser Studienreise hoffe ich, neue Kooperationen aufzubauen und Kontakt mit der wichtigen Akteuren aufzunehmen, um die Umweltanforderungen der Zukunft zu erfüllen. Angesichts der Entwicklung der internationalen Kreuzfahrtbranche könnten norwegische Technologieanbieter eine zentrale Rolle bei der Beschleunigung des grünen Wandels spielen”, so Tvedte weiter.

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